Lembach: Frühe Geschichte und Kalktuff
Unterkünfte in Lembach
Für eine Reise nach Lembach stehen mehrere Themen nebeneinander: frühe Besiedlung, Kirchengeschichte und die Geologie rund um Kalktuff und Karstwasser. Hinzu kommt das Bildhaus in der Umgebung mit seiner Aussicht bis zu den Schweizer Alpen und weit in die Baar. Wenn Sie ein Hotel in Lembach suchen, können Sie diese Schwerpunkte als Ausgangspunkt nehmen und überlegen, ob Geschichte, Landschaft oder eine Wanderung Ihre Reise prägen soll.
Frühe Geschichte und Pfarrkirche
In Lembach befindet sich ein Gräberfeld aus der Hallstattzeit, das auf 700 bis 400 v. Chr. datiert wird. Merowingerzeitliche Gräber weisen Lembach der ältesten Besiedlungsschicht zu; außerdem gehört ein prähistorischer Ringwall zur Geschichte des Orts. Die Zeugnisse stehen für unterschiedliche frühe Zeitbezüge: Das Gräberfeld ist einer konkreten Epoche zugeordnet, während die Merowingergräber Lembachs Einordnung in eine frühe Besiedlungsschicht markieren. So reicht der historische Blick über ein einzelnes Bauwerk hinaus und umfasst verschiedene archäologische Themen.
Eine Kirche in Lembach ist für 1360/70 bezeugt. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde 1830 erbaut und 1898 erweitert. Damit stehen eine frühe Bezeugung und zwei spätere bauliche Etappen nebeneinander. Die Jahreszahlen lassen sich als Zeitlinie lesen: Auf den Beleg einer Kirche folgen der Bau der Pfarrkirche und ihre Erweiterung. Für kulturhistorisch interessierte Reisende ergänzt diese Baugeschichte die frühgeschichtlichen Funde um einen klar datierten Bezugspunkt aus dem 19. Jahrhundert.
Kalktuff und geologische Entwicklung
Im schmalen Rohrbachtal liegen zwei kleine Kalktuffsteinbrüche auf dem Gemeindegebiet von Wutach, Ortsteil Lembach. Das Tal ist Teil eines geologischen Zusammenhangs, der auch die Bildung von Sinterterrassen umfasst: Im Gebiet Wutach–Lembach bildete Karstwasser während des Holozäns solche Terrassen. Steinbrüche und Sinterterrassen eröffnen damit unterschiedliche Blickwinkel auf die Geologie – von konkreten Gesteinsvorkommen bis zur Entstehung einer Landschaftsform über einen langen Zeitraum.
Im Steinbruch Wutach-Lembach (RG 8216-1) wird ein Kalktuffvorkommen mit einer Mächtigkeit bis zu 10 m genutzt (Stand 2021). Diese Angabe bezieht sich auf den Stand 2021. Die geologische Entwicklung durch Karstwasser ist dagegen dem Holozän zugeordnet. Wer sich für die Landschaft interessiert, findet so sowohl einen konkreten Maßstab für das Kalktuffvorkommen als auch einen viel älteren zeitlichen Zusammenhang.
Bildhaus und Aussicht
In der Umgebung von Lembach liegt das Bildhaus auf der Anhöhe zwischen Lembach und Ewattingen. Das Gebäude an einem alten Pilgerweg war einst ein Schutz- oder Betraum und dient heute als beliebter Aussichtspunkt. Von dort reicht der Rundumblick bis zu den Schweizer Alpen und weit in die Baar. Lage, frühere Funktion und heutige Aussicht bilden hier verschiedene Aspekte desselben Ortes. Wenn Sie sich eher für Landschaft als für archäologische Zeitspuren interessieren, setzt das Bildhaus einen anderen Akzent.
Wanderung durch die Wutachschlucht
Eine Wanderung durch die Wutachschlucht führt mit dem Bus bis zur Schattenmühle und anschließend zu Fuß durch die Schlucht zurück. Die Route ist 12 km lang und dauert etwa fünf Stunden. An der Haltestelle Lothenbach lässt sie sich um eine 1,2 km lange Wanderung durch die Lothenbachklamm verlängern. Damit können Sie die angegebene Hauptstrecke und die zusätzliche Klammwanderung als unterschiedliche Streckenoptionen einplanen; die ungefähre Dauer von fünf Stunden bezieht sich auf die 12-km-Route. Prüfen Sie den Busfahrplan vorab, wenn Sie diese Tour planen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wutach.