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Aasen: Kirchengeschichte und Radweg

Unterkünfte in Aasen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Aasen verbindet historische Spuren mit einem Radweg, der sowohl dem Alltagsverkehr als auch touristischer Nutzung dient. St. Blasius, der erhaltene Burgstall und Aasens frühere Rolle als Gerichts- und Versammlungsort setzen unterschiedliche Akzente. Wenn Sie Aasen als Reiseziel in Betracht ziehen, können diese Themen helfen, den eigenen Schwerpunkt zwischen Ortsgeschichte und Radverkehr einzuordnen.

Kirche, Burgstall und frühere Ortsfunktion

Die Kirche St. Blasius in Aasen wurde erstmals 1124 erwähnt und am 6. Juli 1747 geweiht. Die Daten markieren unterschiedliche historische Stationen: eine frühe Erwähnung und ein späteres Weihedatum. Auch die frühere politische Rolle reicht über das Kirchenleben hinaus: Unter den Zähringern war Aasen ein Gerichts- und Versammlungsort. So begegnen kirchliche Geschichte und eine frühere öffentliche Funktion als zwei verschiedene Aspekte der Ortsgeschichte.

Der erhaltene Burgstall der früheren Burg von Aasen liegt auf einem Bergvorsprung in Richtung Heidenhofen. Im Unterschied zu den Jahresdaten von St. Blasius lenkt dieser Ort der früheren Burg den Blick auf die Lage. Auch der Bildstock in Aasen bietet einen eigenen kulturgeschichtlichen Bezug: Das Relief stammt von Johann Hall. Kirche, Burgstall und Bildstock unterscheiden sich damit in ihren Anhaltspunkten – von historischen Daten über die Lage bis zur Zuschreibung eines Reliefs.

Radweg mit Alltags- und Tourismusbezug

Der Radweg Donaueschingen–Aasen dient sowohl dem Alltagsverkehr als auch der touristischen Nutzung und knüpft an die Sole- und Quellenroute an. Seine Funktion ist deshalb nicht ausschließlich touristisch ausgerichtet: Auch der Alltagsverkehr gehört ausdrücklich dazu. Der Anschluss an die Sole- und Quellenroute ergänzt diesen Radbezug um eine weitere benannte Route. Für Ihre Interessenwahl ist das ein anderer Schwerpunkt als die historischen Orte: Beim Radweg stehen Nutzung und Routenbezug im Vordergrund.

Kultur und Landschaft im übergeordneten Reiseziel Donaueschingen

Im übergeordneten Reiseziel Donaueschingen kommen weitere Kultur- und Landschaftsthemen hinzu. Sie bilden einen eigenen Teil der Reiseorientierung und ergänzen die lokalen Bezüge Aasens um Donauquelle, Schloss, Sammlungen, Musik und Radwege.

Die Donauquelle entspringt direkt neben dem Fürstlich Fürstenbergischen Residenzschloss im Schlosspark. Fürst Karl Egon III. zu Fürstenberg ließ die heutige Fassung der Quelle 1875 errichten. An der Stelle, an der sich das Wasser der Donauquelle in die Brigach ergießt, steht der Donautempel seit 1910; 2016 wurde er umfassend restauriert. Quelle und Tempel setzen damit unterschiedliche historische Bezugspunkte in der Landschaft.

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Das Residenzschloss liegt an der Donauquelle in einem weitläufigen Park mit alten Bäumen, stimmungsvollen Teichen und Wasserläufen. Die zum Schloss gehörende Parkanlage lädt zu einem Spaziergang ein. Schloss Donaueschingen gilt als eine der bedeutendsten Residenzen der Belle Époque in Deutschland. Auch die Stadtkirche St. Johann steht direkt neben der eingefassten Donauquelle. Sie wurde im böhmischen Barockstil von 1724 bis 1747 erbaut. Das Jahr 1747 begegnet auch bei St. Blasius in Aasen, dort als Weihedatum; bei St. Johann bezeichnet es das Ende der Bauzeit.

Am Karlsplatz in Donaueschingen präsentieren die Fürstlich Fürstenbergischen Sammlungen auf rund 2.500 Quadratmetern Mineralien und Fossilien, eine naturkundliche Sammlung mit zahlreichen, überwiegend etwa 150 Jahre alten Präparaten sowie zeitgenössische Kunst. Der thematische Bogen reicht damit von Naturkunde bis zur Gegenwartskunst. Die Donaueschinger Musiktage stehen seit 1921 für experimentelle Formen aktueller Musik und Klangkunst und gelten als weltweit anerkanntes Uraufführungsfestival. Zu den Formaten gehören Orchester- und Ensemblekonzerte sowie elektronische Performances und Klangkunst.

Das Museum Art.Plus bietet rund um seine Ausstellungen Führungen und Workshops für Jung und Alt an. Wenn Sie eine Führung oder einen Workshop einplanen, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Termine.

Auch für Radreisende ist Donaueschingen ein eigener Ausgangspunkt: Dort beginnt der Donau-Radweg. Von Donaueschingen aus können Radreisende die ersten 300 Kilometer der Donau kennenlernen; die ersten beiden Radtage führen naturnah am jungen Fluss entlang. Das ist ein weiterer Radbezug des übergeordneten Reiseziels, neben dem Radweg Donaueschingen–Aasen und dessen Anschluss an die Sole- und Quellenroute.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Donaueschingen.

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