Eberbach: Altstadt, Burgruine und Wege
Unterkünfte in Eberbach
In Eberbach können Sie Ihren Aufenthalt auf mehrere konkrete Themen ausrichten: historische Bauten und Stadtmauer, die dreiteilige Burgruine, eine Naturausstellung oder Routen für Spaziergänge und Radtouren.
Stadtgeschichte zwischen Türmen und Fachwerk
Der Rosenturm an der Nordostecke der Eberbacher Altstadt ist der älteste der vier Ecktürme. Er entstand im 13. Jahrhundert zusammen mit der Stadtmauer. Am Lindenplatz steht der massige Bad- oder Haspelturm aus dem 14. Jahrhundert. In seinem Fuß befindet sich ein lichtloses Untergeschoss, in das Gefangene früher mit einer Haspel hinabgelassen werden konnten.
Der Hof mit dem Bettendorf’schen Tor stammt aus dem Jahr 1470 und gilt möglicherweise als ältestes vollständig erhaltenes Fachwerkgebäude Eberbachs. Das Thalheim’sche Haus wurde erstmals 1421 erwähnt. Es war einst Sitz des Kurpfälzischen Amtskellers, später Fürstlich Leiningensches Jagdpalais und danach Rathaus; heute beherbergt es das Informationszentrum des Naturparks Neckartal-Odenwald.
Bei einer Führung durch den historischen Stadtkern vermittelt ein informativer Spaziergang die Geschichte seit der auf 1227 zurückgeführten Stadtgründung sowie historische Gebäude, Fachwerkhäuser und Nischen. Wenn Sie eine Führung einplanen, prüfen Sie die aktuellen Termine vorab. Ein weiteres Geschichtsdetail begegnet am Alten Markt: An der Vorderfront des Hotels „Karpfen“ zeigt ein Sgraffito in 14 Bildern die Stadtgeschichte. Der Eberbacher Künstler Richard Hemberger schuf es 1934.
Burgruine, Ohrsberg und Stadtwald
Die Burgruine Eberbach besteht aus drei voneinander getrennten Anlagen: Vorderburg, Mittelburg und Hinterburg. Sie liegen auf einem strategisch günstig gelegenen Bergvorsprung. Der Ohrsbergturm steht auf dem Ohrsberg direkt in der Eberbacher Stadtmitte. Der Turm ist 17,50 Meter hoch; auf dem Gipfel ist noch ein historischer Ringgraben erkennbar.
Auch ein Baum ist mit einer konkreten Messung verbunden: Eine Douglasie im Eberbacher Stadtwald wurde bei der offiziellen Vermessung am 14. Dezember 2018 mit 64,77 Metern gemessen und gilt als höchster Baum im Odenwald.
Naturpark, Neckar und Touren
Das Naturpark-Zentrum in Eberbach verfügt über 280 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Die Besucherausstellung vermittelt Eindrücke von Streuobstwiesen, Buchenwäldern sowie der Tier- und Pflanzenwelt und dem Zusammenleben von Mensch und Natur in der Region. So lässt sich ein Aufenthalt auch um eine naturkundliche Perspektive ergänzen.
Die Eberbacher Flusspromenade führt von der Ittermündung durch die Neckaranlage, entlang der Stadtmauer bis zum Blauen Hut. Der Heilkräutergarten ist eine Station des stadtökologischen Rundwegs und des Bärlauch-Wegs. Er liegt unmittelbar am Rad- und Wanderweg von Eberbach nach Hirschhorn.
Der Eberbacher Pfad der Flussgeschichte ist ein etwa zehn Kilometer langer Rundweg mit 15 Tafeln zur geologischen und flussgeschichtlichen Entwicklung des Neckars. Bergauf führt er in die Kulturlandschaft auf dem Breitenstein; dort sind Umlaufberge ehemaliger Neckarschleifen und frühere Talböden des Neckars zu sehen.
Für Mountainbike-Touren umfasst das BIKELÄND zwölf legale, handgebaute Natur-Singletrails aller Schwierigkeitsgrade mit insgesamt mehr als zehn Kilometern Trail. Vier Trailcenter sind vom Marktplatz aus erreichbar. Davon zu unterscheiden ist die etwa 35 Kilometer lange MTB-Rundstrecke, die am Bahnhof Eberbach startet und endet. Die Längenangaben unterscheiden die beiden Tourenformate: etwa zehn Kilometer beim Flussgeschichte-Pfad und etwa 35 Kilometer auf der MTB-Rundstrecke. Prüfen Sie vor der Mountainbike-Tour die aktuellen Routenangaben, da sich Routendetails ändern können.
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