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Pfrungen entdecken: Moorlandschaft und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Pfrungen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Pfrungen liegt am Rand des Pfrunger Rieds, das als zweitgrößtes Moorgebiet Südwestdeutschlands gilt. Das Moor prägt den Landschaftsbezug des Ortes. Vom oberhalb der Siedlung gelegenen Feriendorf reicht der Blick über das große Pfrunger Ried bis zur Schwäbischen Alb und zur Alpenkette. Der Landschaftseindruck und die Ortsgeschichte liefern zwei unterschiedliche Perspektiven auf Pfrungen: Das Ried steht für den Naturraum, die Kapelle und Pfarrkirche für die religiöse Baugeschichte. Für die Reiseplanung lassen sich Landschaft und Ortsgeschichte so als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.

Marienkapelle und Pfarrkirche in Pfrungen

Die Marienkapelle nahe Pfrungen ist eine Dorf- beziehungsweise Ortskapelle, die der heiligen Maria geweiht ist. Sie wurde umfassend renoviert. Ihre Fenster sind im Barockstil gestaltet; bei einer Sanierung wurde eine klassizistische Deckenbemalung entdeckt. Mauerreste und eine romanische Fensternische lassen darauf schließen, dass bereits im 11. Jahrhundert an dieser Stelle eine Kapelle stand. Die Marienkapelle liegt an der Straße von Pfrungen in Richtung Pfullendorf, direkt an der Abzweigung nach Illmensee.

Die Pfarrkirche St. Sebastian in Pfrungen ist als besonderes Kulturdenkmal in das Denkmalbuch eingetragen. Sie stammt ursprünglich aus dem 11. Jahrhundert und wurde 1615 neu erbaut. Der zeitliche Bezug unterscheidet sich von dem der Marienkapelle: Bei St. Sebastian steht der Neubau von 1615, während Mauerreste und romanische Fensternische an der Marienkapelle auf eine Kapelle am Standort im 11. Jahrhundert schließen lassen. So treffen bei den beiden Kirchen eine datierte Baugeschichte und die Hinweise auf einen möglichen Vorgängerbau aufeinander.

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Wandern und Radfahren im übergeordneten Reiseziel Wilhelmsdorf

Im übergeordneten Reiseziel Wilhelmsdorf liegt die Gemeinde am Rand des Pfrunger-Burgweiler Rieds, das als zweitgrößtes Moorgebiet Südwestdeutschlands gilt. Das Ried lässt sich auf vier Wanderwegen eigenständig erkunden; Start und Ziel der Wanderung ist das Naturschutzzentrum in Wilhelmsdorf. Das Zentrum bietet außerdem geführte Wanderungen durch das Ried an. Fragen Sie dort vor einer geführten Tour nach den aktuellen Arrangements. Wilhelmsdorf ist zudem eine wichtige Zwischenstation am Radfernweg Oberschwaben-Allgäu-Weg. Die selbstständigen Wanderwege und die geführten Touren unterscheiden sich vor allem darin, ob Sie das Ried eigenständig oder begleitet erkunden; beim Radfernweg ist Wilhelmsdorf als Zwischenstation eingeordnet.

Kulturorte in Wilhelmsdorf

Zu den Kulturorten in Wilhelmsdorf gehört die St. Wendelins-Kapelle auf dem Gelände des Museums für bäuerliches Handwerk und Kultur. Im September 1993 wurde sie von Dekan Heinz Leuze vom Katholischen Dekanat Ravensburg gesegnet. Der Betsaal der evangelischen Brüdergemeinde steht in der Mitte des quadratischen Saalplatzes. Die 1999 in Wilhelmsdorf eingeweihte St. Antoniuskirche hat moderne Wandmalereien. Die Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche Ereignisse: 1993 auf die Segnung der St. Wendelins-Kapelle und 1999 auf die Einweihung der St. Antoniuskirche.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wilhelmsdorf.

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