Buchen (Odenwald) entdecken
Unterkünfte in Buchen
Die beschriebenen Orte setzen unterschiedliche Schwerpunkte und bieten eine Orientierung für die Reiseplanung.
Stadtgeschichte im Bezirksmuseum
Das Bezirksmuseum Buchen ist in zwei Gebäuden der ehemaligen kurmainzischen Amtskellerei untergebracht: im Steinernen Bau von 1493 und im Trunzerhaus. Schon diese Aufteilung führt zu zwei unterschiedlichen Ausstellungsschwerpunkten. Im Steinernen Bau sind bäuerliche und bürgerliche Stuben, für den Odenwald typische Baier-Schränke, Kleidung, Odenwälder Trachten und eine Spielzeugsammlung zu sehen. Die Stuben, Möbel und Trachten richten den Blick auf verschiedene Aspekte des Wohnens und der Kleidung; die Spielzeugsammlung ergänzt diese Themen um eine eigene Sammlungsperspektive.
Im Trunzerhaus können Besucherinnen und Besucher in einem eigenen Raum Kostproben der Kompositionen von Joseph Martin Kraus (1756–1792) hören. Wer sich für Musik interessiert, findet hier einen anderen Zugang als in den Ausstellungsräumen des Steinernen Baus. Beide Gebäude gehören zum Bezirksmuseum, unterscheiden sich aber durch ihre jeweiligen Inhalte.
Türme und Buchener Geschichte
Der Stadtturm in Buchen ist das Mainzer Tor und einer der vier früheren Tortürme innerhalb der Stadtbefestigung. Über dem äußeren Torbogen befindet sich der Blecker, das weithin bekannte Buchener Fastnachtssymbol. Der Wartturm setzt einen anderen historischen Akzent: Er steht südöstlich von Buchen auf dem Wartberg, der 394 Meter über dem Meeresspiegel liegt, und ist 14 Meter hoch. Laut Bauinschrift wurde er 1490 errichtet oder erneuert. In Kriegszeiten diente er als Beobachtungsturm, von dem aus die Bewohner der befestigten mittelalterlichen Stadt vor herannahenden feindlichen Truppen gewarnt werden sollten. So stehen beim Stadtturm die frühere Toranlage und das Fastnachtssymbol im Vordergrund, beim Wartturm seine überlieferte Beobachtungs- und Warnfunktion.
Geologie und Höhlenbesuch
Die Eberstadter Tropfsteinhöhle ist 600 Meter lang; ihr Alter wird auf drei bis fünf Millionen Jahre geschätzt. Ein Besuch ist ausschließlich im Rahmen einer Führung möglich. Eine vorherige Online- oder Telefonreservierung wird erbeten, denn ohne Reservierung ist der Eintritt nicht garantiert. Prüfen Sie die Besuchsdetails vorab, wenn Sie die Höhle einplanen.
Im Besucherzentrum wird an mehreren Stationen multimedial und leicht verständlich die Erdgeschichte sowie die Zeit des Muschelkalkmeeres präsentiert. Am Parkplatz der Höhle beginnt außerdem ein geologischer Lehrpfad. Seine Schautafeln behandeln Geologie, Landschaft und Ökologie. Damit stehen bei diesem Thema sowohl die Erdgeschichte und das Muschelkalkmeer als auch die geologischen und ökologischen Aspekte der Landschaft im Mittelpunkt.
Wege zu Fuß und mit dem Rad
Ein Wanderweg führt an der Stadtkirche St. Oswald, dem Alten Buchener Rathaus, dem Beginenklösterle und dem Stadtturm, auch Mainzer Tor genannt, vorbei. Wer sich für die genannten Bauwerke interessiert, kann sie entlang dieser Route als Stationen eines Spaziergangs betrachten; der Weg verbindet dabei historische und kirchliche Sehenswürdigkeiten.
Mit dem Skulpturenradweg kommt eine längere, regionale Radroute hinzu: Die 77 Kilometer lange Strecke verbindet touristische Ziele der Region und verläuft auf zwei Schleifen. Entlang der Route stehen insgesamt 25 Skulpturen; die westliche Schleife führt über Buchen. Im Vergleich zum Wanderweg mit seinen benannten Bauwerken liegt der Schwerpunkt hier auf einer Radtour durch die Region und auf Kunstwerken entlang der Strecke.
Tierwelt und Landschaft
Das Wildgehege Hasenwald liegt im Buchener Ortsteil Hettingen. Auf rund 9.000 Quadratmetern betreut der Verein der Vogelfreunde e.V. einen kleinen, in ein Waldstück integrierten Tierpark. Dazu gehören Volieren mit verschiedenen Vogelarten sowie Tiere wie Schafe, Meerschweinchen, Hasen, Ziegen und ein Pony. Ein Lehrpfad zur Erkundung des Waldes und ein kleiner Spielplatz ergänzen das Angebot. Tierbeobachtung, Waldthema und Spielplatz setzen dabei jeweils eigene Akzente.
Auch die Landschaft rund um Buchen ist geprägt von Wäldern, blumenreichen Wiesentälern und murmelnden Bächen. Zusammen mit den benannten Wegen und Naturthemen ergänzt diese Umgebung die historischen Schwerpunkte der Stadt. Bei der Suche nach einem Hotel können Sie daher danach auswählen, ob Sie den Aufenthalt vor allem an Museum und Geschichte, an Geologie und Höhle oder an Tierwelt und Landschaft ausrichten möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Schefflenz, Obrigheim, Seckach, Neckarmühlbach, Neunkirchen.
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