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Bempflingen: Ortsgeschichte und historische Bauwerke

Unterkünfte in Bempflingen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Für Reisende, die ihre Übernachtung mit einem Interesse an Ortsgeschichte verbinden möchten, bietet Bempflingen mehrere gut datierbare Bau- und Kulturspuren. Ein historischer Rundgang enthält Informationen zu einzelnen Stationen; dazu steht ein Routenflyer zum Herunterladen bereit. Die örtlichen Zeugnisse reichen von der ersten überlieferten Namensnennung bis zu Kirchen, Fachwerkbauten und Industriegeschichte. So lässt sich die Ortsgeschichte anhand unterschiedlicher Epochen und Themen betrachten.

Ortsgeschichte in unterschiedlichen Zeitstufen

Die erste überlieferte Erwähnung des Namens Bempflingen findet sich im Bempflinger Vertrag von 1090. Das Schlössle ist ein zweigeschossiger Fachwerkbau aus dem Jahr 1697, der auf spätmittelalterlichen Steinfundamenten steht. Das Alte Rathaus stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist ein Fachwerkgebäude; erstmals erwähnt wird es 1621. Die Datierungen greifen unterschiedliche Bezugspunkte auf: eine Namensnennung, die Bauzeit eines Gebäudes und die erste Erwähnung eines anderen. Diese Unterscheidung erleichtert es, die Zeugnisse zeitlich einzuordnen, statt alle Bauwerke einer einzigen Epoche zuzuweisen.

Kirchen: Bauzeit und Kunst

Die Kirchen zeigen unterschiedliche historische Maßstäbe. Der untere Turmabschnitt der Evangelischen Stephanuskirche ist auf 1299 datiert; St. Peter wurde 1960/62 in modernem Stil errichtet. Bei St. Peter prägt neben der Bauzeit auch die künstlerische Ausstattung das Bild: Die Glasfenster stammen von Wilhelm Geyer, Tabernakel und Kruzifix von Sieger Köder. Für einen Vergleich lassen sich so Bauzeit und Ausstattung getrennt betrachten: Der mittelalterlich datierte Turmabschnitt steht der modernen Kirche mit konkret zugeordneten Kunstwerken gegenüber.

Fachwerk und Industriegeschichte

Die Kelter wurde im 18. Jahrhundert als Fachwerkbau in barocken Formen errichtet und später als Mostkelter wiederverwendet. Beim Hauptgebäude der Baumwollspinnerei und -weberei Gebr. Elmer & Zweifel ist die Bauzeit 1854/55 überliefert. Die historische Bempflinger Mühle wurde erstmals 1391 erwähnt und 1659 neu errichtet. Diese Beispiele zeigen verschiedene Aspekte örtlicher Wirtschafts- und Baugeschichte: Bei der Kelter ist die spätere Nutzung prägnant, bei der Spinnerei und Weberei das Baujahr, bei der Mühle die frühe Erwähnung und der Wiederaufbau.

Auch der mittelalterliche Ermskanal verläuft durch Bempflingen. Er zweigt unterhalb von Riederich von der Erms ab und vereinigt sich unterhalb des Standorts von Gebr. Elmer & Zweifel wieder mit dem Fluss. Damit gehört neben den Gebäuden auch ein genauer beschriebener Wasserlauf zu den historischen Themen des Ortes.

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Anreise und Radroute

Der historische Bahnhof Bempflingen wurde 1857/58 in Formen der Neorenaissance errichtet. Die Bahnstrecke, die Plochingen, Metzingen und Reutlingen verbindet, wurde 1859 eröffnet. Bempflingen verfügt über Bahn- und B-312-Verbindungen in Richtung Stuttgart und Reutlingen sowie zur Schwäbischen Alb. Für Bahnhof Bempflingen, Bahnsteig und Umfeld ist ein Orientierungsplan verfügbar. Ein Abfahrtsfahrplan ist ebenfalls verfügbar; prüfen Sie die Abfahrtszeiten vor Ihrer Fahrt.

Die Bempflingen–Rohr-Radroute führt durch das Neckartal, das Aichtal und das Siebenmühlental und ist mit dem Museumsradweg verknüpft. Während der historische Rundgang Informationen zu einzelnen Stationen bietet, führt die Radroute durch mehrere Täler. Prüfen Sie den Streckenverlauf vor der Abfahrt.

Weitere Reiseziele entdecken: Plochingen, Erkenbrechtsweiler, Weilheim an der Teck, Esslingen, Wolfschlugen, Ohmden, Reichenbach an der Fils und Neuenhaus.

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