Munzingen zwischen Baugeschichte und Tuniberg
Unterkünfte in Munzingen
Munzingen verbindet historische Bauwerke im Ortsmittelpunkt mit den Weinbergen des Tunibergs. Für die Reiseplanung stehen damit zwei gut unterscheidbare Themen im Vordergrund: Baugeschichte im Ort und Wege im regionalen Umfeld. Wenn Sie ein Hotel in Munzingen suchen, können Sie abwägen, ob Architektur, Kapellen oder eine Tour zu Fuß oder mit dem Rad Ihren Aufenthalt prägen soll.
Baugeschichte im Ortsmittelpunkt
Zum Ortsmittelpunkt von Munzingen gehören die Kirche St. Stephan, der „Runde Turm“ als Teil des ehemaligen Wasserschlosses, Schloss Kageneck, das Hotel Schloss Reinach als ehemaliger Gutshof und die Schlossbuckhalle. Die Zusammenstellung reicht von Sakralbau und Turm über Schlossbezüge bis zum früheren Gutshof. So verteilt sich das historische Ortsbild auf mehrere unterschiedliche Bauwerke statt auf ein einzelnes Denkmal.
An der Pfarrkirche St. Stephan lassen sich verschiedene Bauphasen unterscheiden: Turm und Chor stammen aus der Spätgotik, das Langhaus wurde 1747 umgebaut und erweitert. Diese Angaben ordnen nicht die gesamte Kirche einer einzigen Bauphase zu, sondern benennen unterschiedliche Teile und Veränderungen. Für einen architekturgeschichtlichen Blick ist gerade diese Abfolge aufschlussreich.
Auch Schloss Munzingen hat ein eigenes architektonisches Profil. Es gilt als Bauwerk zwischen Renaissance und Barock sowie als monumentalster der ehemaligen vorderösterreichischen Herrensitze im Breisgau. Damit kommt neben den spätgotischen Bauteilen der Pfarrkirche eine andere historische Einordnung in den Blick.
Bei den Kapellen lohnt es sich, die Reihenfolge auseinanderzuhalten: Die St. Apollonienkapelle war der Vorgängerbau der St. Erentrudiskapelle auf dem Tuniberg. Die St. Erentrudiskapelle wurde 1870 neu errichtet. Zusammen mit der Pfarrkirche und den Schlossbauten bietet diese Baugeschichte mehrere konkrete Themen, anhand derer Sie Munzingens historische Prägung einordnen können.
Weinberge und Wege am Tuniberg
Die Weinberge des Weinguts Clemens Lang liegen am südlichen Ende des Tunibergs in der Einzellage Munzinger Kapellenberg. Damit ist der Weinbau einer genau benannten Lage zugeordnet. Im regionalen Umfeld von Munzingen kann der 10 Kilometer lange Tuniberg-Höhenweg zu Fuß oder mit dem Rad erkundet werden. Unterwegs bietet er Ausblicke auf den Schwarzwald, die Vogesen und den Kaiserstuhl. Die Streckenlänge und die beiden genannten Fortbewegungsarten geben dem Höhenweg ein konkretes Profil; die Ausblicke richten den Blick auf mehrere Landschaftsräume.
Die Route „Über die Weinberge am Tuniberg von Opfingen nach Munzingen“ endet in Munzingen und führt durch die Weinberge des Tunibergs. Sie erreicht dessen höchsten Punkt auf 312 Metern und passiert die malerische St. Erentrudiskapelle. So verbindet die Route Weinbergslandschaft, Höhenpunkt und Kapelle mit einem Ziel im Ort. Bedingungen im Freien und die Beschilderung können variieren; prüfen Sie die aktuelle Wegweisung vor der Tour. Nach der Tour fährt die Buslinie 32 von Munzingen zurück nach Opfingen. Kontrollieren Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.
Kultur im übergeordneten Reiseziel
Im übergeordneten Reiseziel Freiburg im Breisgau stehen eigene Kulturthemen im Mittelpunkt. Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg zeigt auf drei Ebenen die lokale Geschichte von 1918 bis heute. Interaktive Ausstellungen, ein ehemaliger Luftschutzkeller und Biografien von Zeitzeug*innen geben Einblicke in Freiburgs Umgang mit der NS-Zeit. Das Augustinermuseum besitzt eine umfangreiche kunst- und kulturgeschichtliche Sammlung vom Mittelalter bis zum Barock. Der Westturm des Freiburger Münsters ist 116 Meter hoch. Diese Freiburger Museen und Bauwerke unterscheiden sich als Kulturthemen von Munzingens Ortsbauten, Kapellen und Wegen am Tuniberg.
Weitere Reiseziele entdecken: Münstertal/Schwarzwald, Ballrechten-Dottingen, Neuenburg Am Rhein, Buggingen, Horben, Ebringen, Hinterzarten, Ehrenkirchen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Breisgau-Hochschwarzwald.