Eichstetten am Kaiserstuhl: Geo-Pfad, Aussicht und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Eichstetten Am Kaiserstuhl
Eichstetten am Kaiserstuhl ist ein Wein- und Gemüsedorf. Der Geo-Pfad, der Eichelspitzturm, das Dorfmuseum und historische Fundorte bieten konkrete Anhaltspunkte, um zu entscheiden, welche Themen Ihre Reise besonders prägen sollen.
Geologie auf dem Geo-Pfad
Der Geo-Pfad ist 9,4 Kilometer lang und umfasst 13 Stationen zu geologischen und geografischen Besonderheiten. Er erläutert die Entstehung von Kaiserstuhl-Gesteinen wie Phonolith und Karbonatit und behandelt zugleich den Einfluss früherer und heutiger Landwirtschaft auf die Natur. Damit verbindet der Weg Erdgeschichte mit der Frage, wie Landwirtschaft die Natur beeinflusst.
Entlang der Strecke liegen alte Steinbrüche, terrassierte Waldstücke und ein 35 Meter langer, begehbarer Lössstollen. Der Startpunkt befindet sich am Samengarten am oberen Ende des Altwegs; der Geo-Pfad verläuft überwiegend auf unbefestigten Wegen. Die Streckenlänge und die Wegoberfläche sind praktische Angaben für Ihre Tagesplanung, während die Stationen die geologischen und geografischen Themen aufnehmen.
Landschaft am Kaiserstuhl
Das Landschaftsbild am Kaiserstuhl bei Eichstetten umfasst Lösshohlwege, artenreiche Trockenrasen, Rebterrassen und Mischwälder auf den Höhen. So reicht die Landschaft von offenen, trockenen Flächen bis zu bewaldeten Höhen. Zusammen mit den Themen des Geo-Pfads ergibt sich ein breiter Blick auf Natur und Nutzung der Landschaft.
Eichelspitzturm: Aussicht und Weg
Der Eichelspitzturm ist 42,5 Meter hoch und hat 127 Stufen. Seine Aussichtsplattform liegt in 28 Metern Höhe. Von dort reicht der Blick über den Kaiserstuhl, die Breisgaubucht, den Schwarzwald und die Vogesen. Die Plattform und die benannten Aussichtspunkte geben diesem Ziel einen anderen Schwerpunkt als die geologischen Stationen des Geo-Pfads.
Der ausgeschilderte Weg zum Eichelspitzturm beginnt am Breisgau-S-Bahnhof in Eichstetten und ist etwa fünf Kilometer lang. Die Weglänge ab dem Bahnhof und die 127 Stufen am Turm beschreiben zwei unterschiedliche Teile der Planung: den Weg dorthin und die Maße des Turms.
Dorfmuseum und Ortsgeschichte
Das Dorfmuseum wurde 1991 eingerichtet und zeigt jährlich wechselnde Ausstellungen. Thematische Vorführungen finden an den offiziellen Öffnungstagen von Mai bis November statt. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Öffnungstage.
Das Museumsgebäude wurde 1765 als Schulhaus errichtet, nachdem die frühere St.-Jakobskapelle zerstört worden war. Am Wannenberg, einem Hügel unmittelbar neben Eichstettens Ortszentrum, wurde 1975 ein nahezu unversehrtes merowingisches Gräberfeld ausgegraben. Die evangelische Kirche ist Eichstettens älteste Kirche; eine am Standort gefundene Tonscherbe wird ins 11. Jahrhundert datiert. Schulhausgeschichte, archäologischer Fund und Kirchenstandort stehen damit für unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte.
Wein, Gemüse und Fest
Eichstetten ist ein Wein- und Gemüsedorf. Regionalen Tourismusangaben zufolge werden 131 Hektar ökologisch bewirtschaftet; das entspricht 25 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche. Diese Zahlen ordnen den ökologischen Landbau als Teil der landwirtschaftlichen Prägung des Ortes ein.
Das Schwiboge-Wifescht findet alle zwei Jahre statt. Es bietet Weine, Sekte, Speisen und kulturelle Darbietungen in geschmückten Höfen und an Ständen. Wenn Sie das Fest in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie vorab die Termine und das Programm.
Anreise
Die Anschlussstelle 60 Teningen/Eichstetten an der A5 liegt etwa vier Kilometer von Eichstetten entfernt.
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