Wilflingen entdecken: Schlossgeschichte und Jünger-Waldgang
Unterkünfte in Wilflingen
Wilflingen verbindet ein von der Stauffenberg-Geschichte geprägtes Ortsbild mit einem literarischen Weg in der Umgebung. Schloss Wilflingen und der Ernst Jünger-Waldgang stehen für unterschiedliche Schwerpunkte: hier die Geschichte eines Familiensitzes, dort eine vier Kilometer lange Route mit Landschaftselementen und Stelen zu Jüngers Leben und Werk. Diese Themen geben Ihnen eine konkrete Orientierung, wenn Sie Ihren Aufenthalt nach Geschichte, Architektur oder Literatur ausrichten möchten.
Schloss Wilflingen und das historische Ortsbild
Schloss Wilflingen ist der älteste Familiensitz des ehemals reichsritterschaftlichen Geschlechts Schenk von Stauffenberg. Seine Räume und die Außenansicht spiegeln den Umbau zum Jagdschloss in den Jahren 1710 bis 1740 wider. Die Geschichte des Schlosses lässt sich damit an einer klaren baulichen Veränderung einordnen: Aus dem Familiensitz wurde ein Jagdschloss, dessen historische Prägung in Innenräumen und Außenansicht erkennbar ist.
Das Schloss ist nur eingeschränkt öffentlich zugänglich. Wenn Sie einen Besuch einplanen, erkundigen Sie sich vorab nach den Besuchsmöglichkeiten. Zusammen mit der Patronatskirche und dem ehemaligen Stauffenberg-Verwaltungshaus prägt das Schloss das historische Erscheinungsbild des Dorfes. Diese drei Bauwerke geben dem Ortsbild seinen Bezug zur Stauffenberg-Geschichte, auch wenn das Schloss selbst nur begrenzt für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Der Ernst Jünger-Waldgang
Der vier Kilometer lange Ernst Jünger-Waldgang führt durch die Umgebung Wilflingens. Zu seinem Verlauf gehören Feldwege, ein Weiher, Obstwiesen und ein Aussichtspunkt. Acht Stahlstelen stellen Aspekte aus Ernst Jüngers Leben und Werk vor. So stehen auf der Route konkrete Landschaftselemente neben einem literarischen Thema; beides gehört zur Beschreibung dieses Weges.
Für die Auswahl zwischen den beiden Wilflinger Schwerpunkten hilft der Unterschied: Beim Schloss steht die Familiengeschichte und der Umbau zum Jagdschloss im Mittelpunkt, beim Waldgang die Verbindung aus einer fest angegebenen Streckenlänge, Landschaft und Jüngers Leben und Werk. Wenn Sie sich für den Weg entscheiden, nehmen Sie eine vier Kilometer lange literarische Route in den Blick; wenn Sie Schlossgeschichte bevorzugen, beachten Sie den eingeschränkten öffentlichen Zugang.
Weitere Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Langenenslingen
Wer den Blick über Wilflingen hinaus auf das übergeordnete Reiseziel Langenenslingen richtet, findet dort weitere historische und kulturelle Themen. Oberhalb von Warmtal liegt die Alte Burg, eine etwa zwei Hektar große Anlage mit von Menschen angelegten Terrassen und großen Mauern. Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege ordnen sie eindeutig der Zeit der Kelten zu. Vom Wanderparkplatz aus führt ein ausgeschilderter Fußweg zur Anlage. Das Fahren im Wald ist strengstens verboten; beachten Sie vor Ort die Beschilderung.
Zum historischen Bild in Langenenslingen gehört außerdem das Stauffenbergsche Forsthaus, ein Barockbau aus dem Jahr 1728. Der Schriftsteller Ernst Jünger (1895–1998) bewohnte es ab 1951 bis zu seinem Tod. Im Jünger-Haus können Sie die im ursprünglichen Zustand belassenen Wohn- und Arbeitsräume einschließlich Bibliothek und Käfersammlung sowie den zum Haus gehörenden Garten besichtigen. Ein weiterer Raum ist Ernst Jüngers Bruder Friedrich Georg Jünger (1898–1977) gewidmet. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die Besuchszeiten.
Auch Kirchenkunst und Baugeschichte sind in Langenenslingen vertreten. In der Kirche St. Jakobus in Dürrenwaldstetten erzählen drei große Deckengemälde von Januarius Zick die Weihnachtsgeschichte. Die heutige Pfarrkirche St. Konrad liegt an der Hauptstraße beim Schloss in Langenenslingen und wurde im Stil des Jahres 1890 erbaut. Die beiden Kirchen bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte: In St. Jakobus steht das Thema der Deckengemälde im Vordergrund, bei St. Konrad die Baugeschichte.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Langenenslingen.