Gemalla – historische Häuser und frühere Nutzungen
Unterkünfte in Gemalla
Gemallas Geschichte verbindet ein Haus aus Flechtwerk und Lehm, Gemalla Cottage und eine spätere Nutzung des Gehöfts als Scout Camp. Hinzu kommen die Familie Reakes und eine historische Brücke über den Eusdale Creek. Für Reisende ergibt sich daraus ein Überblick über unterschiedliche Bauweisen und Nutzungsphasen.
Glen Eden und Gemalla Cottage
Das als „Glen Eden“ bekannte Haus wurde aus Flechtwerk und Lehm errichtet und neben dem Eusdale Creek gebaut. Es gehört zu den historischen Stätten im Zusammenhang mit der Wohnnutzung und Besiedlung der Reservate. Seine Lage neben dem Creek und die Einordnung als historische Stätte verbinden eine konkrete Ortslage mit der Geschichte der Wohnnutzung. Flechtwerk bezeichnet ein Gefüge aus verflochtenen Zweigen.
Gemalla Cottage wurde zwischen 1915 und 1916 südöstlich des Haupthauses für Mabel und ihren Ehemann Jack Edmonds errichtet. Heute ist das Cottage eine Ruine. An Wänden, Fundamenten und Dach sind Ziegel, Holz und Wellblech erhalten. Im Materialvergleich stehen Flechtwerk und Lehm bei Glen Eden den bei der Cottage erhaltenen Ziegeln, dem Holz und Wellblech gegenüber. So lassen sich die Bauweisen der beiden Gebäude direkt vergleichen.
Wohnnutzung und Scout Camp
Die Familie Reakes lebte bis 1936 in Gemalla. Die Bauzeit der Cottage von 1915 bis 1916 fällt in diesen Zeitraum. 1968 verpachtete die Forestry Commission das Gehöft und ein umliegendes Gebiet von 4 ha an die NSW Scout Association zur Nutzung als „Gemalla“ Scout Camp. Die Scout Association of NSW (Golden West Region) war seit 1968 mit Gemalla verbunden. Die Chronologie setzt den Cottage-Bau und die Reakes-Wohnzeit in denselben Abschnitt und ordnet die Camp-Pacht zeitlich danach ein.
Eine historische Brücke über den Creek
Während der Nutzung als Scout Camp installierte die Scout Association einen Eisenbahnwagen als Brücke über den Eusdale Creek. Die Brücke diente dem Fahrzeug- und Fußgängerverkehr. Damit steht neben den Häusern eine eigene historische Infrastruktur im Mittelpunkt. Bei Glen Eden beschreibt der Creek-Bezug die Lage des Hauses; beim Eisenbahnwagen geht es um eine Querung mit zwei Verkehrsarten. So lassen sich ein Standort und eine frühere Verbindung über das Gewässer unterscheiden.
Gemalla in einer landschaftlichen Tour
Eine weitere Perspektive auf Gemalla eröffnet die im Juli 2021 datierte Routenbeschreibung zu Greening Bathurst’s Scenic and Natural History Tour 2. Sie beschreibt eine landschaftliche Fahrt durch Gemalla mit 18 Stationen. Damit ordnet sie den Ort in eine mehrstationige Route ein; die Häuser und das Scout Camp stehen dagegen für einzelne historische Themen.
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