Ilgın: Baugeschichte, Mausoleen und Seen
Unterkünfte in Ilgın
Zu den historischen Bauwerken in Ilgın zählen mittelalterliche Mausoleen, Moscheen und die Lala Mustafa Paşa Külliyesi. Außerhalb des Orts liegen Seen, Feuchtgebiete und eine antike Burg.
Baugeschichte und historische Anlagen in Ilgın
Die Lala Mustafa Paşa Külliyesi wurde zwischen 1576 und 1584 von Mimar Kocasinan errichtet. Ihr historischer Bestand umfasste neben einer Moschee eine Grundschule, ein Imaret, eine Tabhane, einen Basar beziehungsweise eine Arasta und zwei Herbergen. Hinzu kamen eine Bäckerei, eine Küche, eine Medrese, ein Bad, eine Bibliothek und Geschäfte sowie ein Brunnen, ein Şadırvan und ein Sebil. Sie gehören zur Bau- und Gründungsgeschichte der Külliye; damit ist nicht gesagt, dass jedes dieser Bestandteile heute erhalten ist.
Auch der Basarbereich der Külliye hat eine eigene Baugeschichte: 1966 restaurierte ihn das Vakıflar Genel Müdürlüğü und gestaltete ihn zu einem überdachten Basar um. Bei der Pir Hüseyin Bey Camii steht dagegen die Verbindung von Gründungszeit und späteren Veränderungen im Vordergrund. Pir Hüseyin Bey ließ sie im 15. Jahrhundert zur Zeit der Karamaniden neben der Ulu Camii errichten. Reparaturen im Laufe der Zeit veränderten die architektonische Gestaltung; die Geschichte des Bauwerks umfasst deshalb sowohl seine Errichtung als auch diese späteren Eingriffe.
Das Sadettin-İsa-Türbesi wurde der Inschrift über dem Eingang zufolge 1286/87 von Sâdeddin İsa errichtet. Es liegt im Stadtteil Şeyh Bedrettin im Garten eines Hauses. Ein anderes Mausoleum, das Handevi-Kandevi-Türbesi, ist durch seine erhaltene Form charakterisiert: Der quadratische Grundriss, die Kuppel und die Baldachin-Gestaltung prägen seine Architektur. Seine Datierung auf das 16. oder 17. Jahrhundert gilt als Vermutung.
Das Handevi-Gandevi-Türbesi liegt westlich des Thermalbads, unmittelbar neben einer Moschee an der Straße nach Akşehir. Das ehemalige Militärzweigstellengebäude von Ilgın ist auch als Redif-Taburu- beziehungsweise Merkez-Konağı-Gebäude bekannt. Es hat zwei Geschosse über einem Keller und einen rechteckigen Grundriss von 12 × 23 Metern. Behauene Steine und ein Eingang an der Nordfassade ergänzen die baulichen Angaben.
Seen und Natur im Umfeld
Der Çavuşçu Göl liegt 3 Kilometer nordwestlich von Ilgın am Nordhang des Sultan-Dağları. Der tektonische Süßwassersee ist 27,97 Quadratkilometer groß und von Schilf- und Sumpfgebieten umgeben. Zu den dort vorkommenden Tieren zählen Enten, Gänse, Flamingos, Pelikane, Blässhühner und Reiher. Im Wasser leben unter anderem Karpfen, Spiegelkarpfen, Süßwasserkefale und Flusskrebse.
Der Bulcuk Göleti liegt 16 Kilometer südlich von Ilgın. Er wird von Quellen der Berge Kozlu und Bulcuk gespeist, hat ein Speichervolumen von 1.000.000 Kubikmetern und gilt als bewaldetes Erholungsgebiet. Der Çavuşçu Göl ist von Schilf- und Sumpfgebieten umgeben, während der Bulcuk Göleti als bewaldetes Erholungsgebiet gilt.
Historischer Ort im näheren Umfeld
Auch die Ilgın Kalesi gehört zum historischen Umfeld der Stadt. Die Burg stammt aus der Antike und liegt 14 Kilometer nordöstlich von Ilgın. Weitere Lageangaben ordnen sie 2 Kilometer südwestlich von Karaköy und 3 Kilometer südlich von Kaleköy ein. Der Çavuşçu Göl liegt nordwestlich von Ilgın; von Ilgın aus liegt die Ilgın Kalesi nordöstlich und der Bulcuk Göleti südlich.
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