Maha Sarakham: Khmer-Erbe, Dvaravati und Natur
Unterkünfte in Maha Sarakham
In der Provinz Maha Sarakham treffen Khmer-Architektur und Dvaravati-Erbe auf Stauseen, Flusslandschaften und Feuchtgebiete. Die Reiseziele zeigen unterschiedliche Seiten der Region: Im Amphoe Na Dun stehen archäologische Stätten und Museen im Mittelpunkt, während sich andernorts Tempelarchitektur, Tierwelt und Erholungsgebiete entdecken lassen. Wer die Ortsangaben mit den eigenen Interessen abgleicht, kann Kultur- und Naturziele gezielt in die Reiseplanung einbeziehen.
Archäologische Stätten und Museen
Gū Mahathat, auch Prang Ku Ban Khwa genannt, liegt im Ban Khwa, Tambon Khwa, Amphoe Mueang Maha Sarakham. Das bedeutende archäologische Denkmal gehört zur Khmer-Kunst im Bayon-Stil, besteht aus Laterit und hat eine quadratische, zeltartige Form. Bei Ausgrabungen wurden dort zwei bedeutende Sandsteinbilder entdeckt, darunter Bhaisajyaguru, der Buddha der Heilkunst. Architektur und Fundstücke geben dem Ort jeweils einen eigenen Zugang zur Geschichte.
Im Tambon Gū Santrarat, Amphoe Na Dun, liegt ein weiteres Heiligtum im Bayon-Stil. Es besteht aus Laterit und besitzt einen nach Osten ausgerichteten Eingang sowie ein Bibliotheksgebäude. Die Anlage wurde während der Herrschaft Jayavarman VII. beziehungsweise ungefähr zwischen 1700 und 1750 nach buddhistischer Zeitrechnung errichtet. Phra Borommathat Na Dun wiederum befindet sich an einer archäologischen Stätte, die mit der antiken Stadt Champasri verbunden ist. Der mit dem Monument verbundene Reliquienschrein wird auf die Dvaravati-Zeit datiert: ungefähr auf das 13. bis 15. buddhistische Jahrhundert beziehungsweise auf etwa 1000 bis 1200 buddhistische Zeitrechnung.
Zum Gelände von Phra Borommathat Na Dun gehören das Champasri Cultural Museum, ein Arboretum und ein Heilpflanzengarten. Im Tambon Phra That, ebenfalls im Amphoe Na Dun, sammelt und zeigt das Nakhon Champasri Museum archäologische Gegenstände und Kunstobjekte. Wer sich für die Vergangenheit der Region interessiert, findet damit verschiedene Anknüpfungspunkte: von Bauformen und Bildwerken bis zu archäologischen Sammlungen.
Ungewöhnliche Tempelarchitektur
Wat Nong Hu Ling im Ban Nong Hu Ling, Tambon Mittraphap, Amphoe Kae Dam, besitzt einen kunstvoll gestalteten, bootförmigen Ubosot in Form eines Anantanakarat. Der Tempel gilt als Thailands erster „Bootstempel“. Besucher können den Ubosot besichtigen; er ist ungefähr 20 Meter breit, 40 Meter lang und 30 Meter hoch. Die ungewöhnliche Form macht den Bau selbst zum zentralen Besichtigungsziel.
Eine andere historische Perspektive bietet der stehende Buddha in Wat Phra Yuen Kantharawichai im Amphoe Kantharawichai. Die Statue aus rotem Sandstein stammt aus der Dvaravati-Zeit. Sie steht auf einem Gelände, das von Dvaravati-Stein-Sema-Markierungen in zwei Reihen und in allen acht Richtungen umgeben ist. So unterscheiden sich die religiösen Sehenswürdigkeiten der Provinz nicht nur durch ihre Bauweise, sondern auch durch die historischen Kunstwerke und Markierungen, die zu ihnen gehören.
Stausee, Wald und Tierwelt
Der Nong-Kae-Dam-Stausee im Amphoe Kae Dam ist ein Naturziel mit Gewässern zur Fischbrut und aquatischer Artenvielfalt. Im Winter halten sich dort aus Sibirien kommende Enten auf. Am Wat Dao Dueng im selben Amphoe liegt die über 100 Jahre alte Kae Dam Wooden Bridge. Sie wird genutzt, um den Stausee zu überqueren, und wurde als Ort zum Fotografieren und als touristisches Ziel entwickelt. See und Brücke bieten unterschiedliche Gründe, sich mit dieser Landschaft zu beschäftigen: Naturbeobachtung auf der einen, ein historisches Bauwerk und der Blick auf den Stausee auf der anderen Seite.
Im Tambon Hua Khwang, Amphoe Kosum Phisai, liegt der Kosamphi Forest Park. Das etwa 125 Rai große Mischwaldgebiet am Chi-Fluss beherbergt mehr als 800 Makaken. Zu den dortigen Tieren zählen goldfellfarbene Makaken, die als die einzigen ihrer Art im asiatisch-pazifischen Raum gelten. Jedes Jahr am 1. oder 2. April findet Bun Pha Khao Ling statt; Einwohner und die breite Öffentlichkeit sind eingeladen, den Affen im Park Futter zu bringen.
Auch Dun Lamphan im Ban Na Chueak, Tambon Na Chueak, Amphoe Na Chueak, gehört zu den Naturzielen der Provinz. Das Feuchtgebiet ist von nationaler Bedeutung. Wer Landschaft und Tierwelt in den Mittelpunkt der Reise stellt, kann diese Orte neben den Stausee- und Waldzielen als eigene Stationen berücksichtigen.
Erholung und lokale Handwerkskunst
Kaeng Loeng Chan umfasst einen weitläufigen Gesundheitsgarten, einen Erholungsbereich am Stausee und Flächen für Bewegung. Dort befindet sich auch eine Süßwasserfischstation, die Besucher und Touristen besichtigen und zu Studienzwecken besuchen können. Kaeng Loeng Chan liegt am Umgehungsstraßenabschnitt zwischen der Abzweigung zum Amphoe Kosum Phisai und der Abzweigung zum Amphoe Borabue und grenzt an die Stadtverwaltung von Maha Sarakham.
Für einen Einblick in lokales Handwerk steht Ban Nong Kheun Chang im Tambon Tha Song Khon, Amphoe Mueang Maha Sarakham. Der Ort ist eine Lernstätte für Weberei, die fortlaufend von Studiengruppen besucht wird. Dort werden Seiden-, Baumwoll- und Mudmee-Textilien hergestellt. Das Thema ergänzt die archäologischen und landschaftlichen Ziele um eine gegenwärtige textile Tradition.
Bei der Wahl eines Hotelstandorts hilft die Themenpriorität: Mehrere der genannten Kulturorte liegen im Amphoe Na Dun; andere Ziele verteilen sich unter anderem auf Kae Dam, Kosum Phisai, Na Chueak und Mueang Maha Sarakham.
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