Lamphun: Kultur, Geschichte und Natur
Unterkünfte in Lamphun
Eine historische weiße Eisenbahnbrücke, ein Chedi mit 60 stehenden Buddhafiguren und ein siebenstufiger Kalksteinwasserfall eröffnen sehr unterschiedliche Perspektiven auf Lamphun. Die Orte stehen für drei konkrete Themen: Eisenbahngeschichte, buddhistische Kunst und eine charakteristische Kalksteinlandschaft. So können Sie Ihre Reise nach den Motiven ausrichten, die Sie am stärksten interessieren.
Kulturgeschichte in Bauwerken und Sammlungen
Die Tha Chomphu White Bridge ist eine historische weiße Eisenbahnbrücke mit einem westlich gestalteten Bogen. Ihr Bau begann 1918 und wurde 1920 abgeschlossen. Als Eisenbahnbrücke gehört ihre Funktion ebenso zu ihrer Einordnung wie die Bogenform. Wer sich für die Geschichte von Bauwerken und Verkehr interessiert, findet hier einen klar datierten Anknüpfungspunkt.
Beim Suwannachangkot-Chedi im Wat Chamthewi lässt sich ein architektonisches Detail genau erfassen: An den vier Seiten stehen insgesamt 60 Buddhafiguren, 15 je Seite. Jede Seite trägt damit denselben Anteil; zugleich ergibt sich über alle vier Seiten die Gesamtzahl. Das verbindet eine überschaubare Einzelansicht mit dem Aufbau des gesamten Chedis.
Wat Mahawan bietet einen anderen historischen Bezug. Der Tempel ist mehr als 1.300 Jahre alt und wurde während der Herrschaftszeit von Königin Chamadevi errichtet. In seinem Chedi befindet sich Phra Rod Lamphun, eine der fünf ältesten Amulettarten der Benja-Phakhi-Gruppe. Baugeschichte und Amuletttradition sind hier zwei eigenständige Aspekte des Ortes.
Das Queen Chamadevi Monument erinnert an Chamadevi, die erste Monarchin von Hariphunchai. Damit ergänzt die Erinnerung an eine konkrete historische Person die architektonischen und religiösen Themen der Tempel.
Das Hariphunchai National Museum bewahrt mehr als 3.000 Antiquitäten und Kunstobjekte aus bedeutenden Tempeln und archäologischen Fundstätten in der Provinz Lamphun. Zu den gezeigten buddhistischen Objekten zählen Buddhafiguren, Votivtafeln, Fragmente antiker Monumente, Gefäße und Schmuckstücke. Außerdem besitzt das Museum 13 Steininschriften aus der Stadt Lamphun und ihrer Umgebung. Im Unterschied zu den einzelnen Tempelbauten richtet sich der Blick hier auf verschiedene Objektgruppen und Inschriften aus der Provinz.
Natur und Eisenbahnbezüge
Der Ko Luang Waterfall bietet einen Kontrast zu den Bauwerken und Sammlungen. Der siebenstufige Kalksteinwasserfall weist zahlreiche Kalksteinformationen auf, darunter Stalaktiten und Stalagmiten. Sein Wasser kann blau oder smaragdgrün erscheinen. Für Ihre Auswahl stehen damit konkrete Landschaftsmerkmale im Vordergrund: die Stufen, der Kalkstein und die Formationen.
Am Khun Tan Railway Tunnel können Sie für Fotos anhalten; dorthin gelangen Sie mit dem Privatauto oder dem Zug. Zum Doi Khun Tan National Park bestehen ebenfalls Anreisemöglichkeiten mit dem Privatauto sowie mit dem Zug bis zum Bahnhof Khun Tan. Wenn Sie für den Nationalpark die Bahnanreise einplanen, prüfen Sie vorab den aktuellen Fahrplan.
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