Philippinen: Reisterrassen, Kulturerbe und Natur
Unterkünfte in Philippinen
Die Philippinen lassen sich über unterschiedliche kulturelle und natürliche Schwerpunkte entdecken: von bewirtschafteten Reisterrassen und historischen Stadtbildern bis zu artenreichen Schutzgebieten und besonderen Naturerlebnissen. Wenn Sie ein Hotel für Ihre Reise suchen, können Sie zunächst überlegen, welche dieser Themen Ihren Aufenthalt prägen soll. Die folgenden Beispiele zeigen, wie vielfältig sich das Land über seine Landschaften, Bauwerke und Traditionen erschließt.
Reisterrassen und gelebte Kultur
Die Reisterrassen der Philippinischen Kordilleren bilden eine lebendige Kulturlandschaft, deren Ursprung bis zu zwei Jahrtausende in die vor-koloniale Zeit der Philippinen zurückreicht. Die eingeschriebenen Terrassencluster werden weiterhin auf traditionelle Weise bewirtschaftet und instand gehalten. Landwirtschaft und Landschaftsform gehören hier zusammen: Die Terrassen sind nicht nur ein charakteristisches Bild, sondern Teil einer bis heute gepflegten Kulturlandschaft.
Am Batad-Terrassencluster liegen die Felder in halbkreisförmigen, amphitheaterartigen Terrassen; ein Dorf befindet sich an ihrer Basis. Der Ifugao-Komplex zeigt eine weitere Seite dieser Landschaft: Seine ausgefeilten Bewässerungssysteme sammeln Wasser aus den Wäldern auf den Berggipfeln. So stehen die sichtbare Terrassenform und die Wasserführung als zwei unterschiedliche, aber zusammengehörige Aspekte der Landschaft nebeneinander.
Auch kulturelle Orte und Traditionen setzen eigene Akzente. Das Nagacadan Open-Air Museum in Kiangan, Ifugao, zeigt traditionelle Ifugao-Häuser, Artefakte und kulturelle Darstellungen. Beim Punnuk Festival im Hapao River in Hungduan steht ein Tauziehen im Mittelpunkt. Das eine vermittelt Kultur über Häuser und Ausstellungsstücke, das andere über ein Fest, dessen zentrales Geschehen der Wettstreit ist.
Historische Städte und Baukunst
Vigan gilt als das am besten erhaltene Beispiel einer geplanten spanischen Kolonialstadt in Asien und wurde im 16. Jahrhundert gegründet. Seine Architektur verbindet kulturelle Elemente aus den Philippinen und China mit solchen aus Europa und Mexiko. Der traditionelle hispanische Schachbrettgrundriss öffnet sich zur Plaza Salcedo und zur Plaza Burgos. Im historischen Stadtkern liegen 233 historische Gebäude entlang eines Rasters aus 25 Straßen. Zusammen geben Grundriss, Plätze und Gebäude eine konkrete Orientierung für den Blick auf die Stadt.
Die Barockkirchen der Philippinen umfassen vier römisch-katholische Kirchen, die während der spanischen Zeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert errichtet wurden. Ihre Architektur verbindet europäische Kirchenplanung und Bautechnik mit lokalen Materialien und dekorativen Motiven. Die vier Kirchen befinden sich in Manila, Santa Maria, Paoay und Miag-ao. Ein besonderes architektonisches Detail sind pyramidenförmige Bekrönungen an den Wandfassaden, die besonders an der Paoay Church zu sehen sind. Fort Santiago wurde 2014 vom National Museum of the Philippines zum National Cultural Treasure erklärt.
Eine weitere Perspektive auf Sehenswürdigkeiten bietet das iMake History Fortress LEGO Education Center: Es zeigt LEGO-Modelle verlorener Sehenswürdigkeiten von Intramuros sowie Miniaturen weiterer sehenswerter Orte auf den Philippinen. Die Modelle verbinden einen Blick auf nicht mehr vorhandene Bauwerke mit Darstellungen anderer Orte des Landes.
Artenvielfalt und Schutzgebiete
Das Mount Hamiguitan Range Wildlife Sanctuary bietet bedrohten und endemischen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum, darunter dem Philippinenadler und dem Philippinenkakadu. Insgesamt beherbergt es 1.380 Arten; 341 davon sind auf den Philippinen endemisch. Zu den besonderen Artenbeziehungen des Schutzgebiets gehört, dass es weltweit der einzige bekannte Lebensraum der Kannenpflanze Nepenthes hamiguitanensis und des Schmetterlings Delias magsadana ist. Die Zahlen und Beispiele reichen von einer breiten Artenvielfalt bis zu zwei Arten mit einem sehr spezifischen bekannten Lebensraum.
Der Tubbataha Reefs Natural Park liegt im Zentrum der Sulusee und umfasst die Tubbataha- und Jessie-Beazley-Riffe. Er liegt innerhalb des Korallendreiecks und ist ein wichtiges Nist-, Rast- und Aufzuchtgebiet für junge Grüne Meeresschildkröten und Echte Karettschildkröten. Damit steht bei diesem Naturgebiet neben der räumlichen Lage auch seine Bedeutung als Lebensraum im Mittelpunkt.
Erlebnisse zwischen Fluss, Bergen und Feuchtgebiet
Im Puerto-Princesa Subterranean River National Park können Besucher den unterirdischen Fluss mit einem Auslegerboot erleben und dabei Felsformationen sowie Wildtiere beobachten. Für die konkrete Planung empfiehlt es sich, die aktuellen Besuchs- und Bootsmöglichkeiten zu prüfen. Am Mt. Napulawan sind dagegen anspruchsvolle Wege und Ausblicke auf moosbewachsene Wälder, abwechslungsreiche Landschaften und ein Wolkenmeer prägend. Die beiden Beispiele unterscheiden sich damit deutlich: Hier steht das Erleben vom Boot aus im Vordergrund, dort die Wanderung mit ihren beschriebenen Ausblicken.
Nach einer Wanderung durch die Reisterrassen können Besucher im Bogyah Hot Spring in warmem, flachem Wasser entspannen. Da sich die Bedingungen vor Ort ändern können, empfiehlt es sich, sie vor dem Besuch zu prüfen. Wer sich für Vogelbeobachtung interessiert, findet einen anderen Schwerpunkt im Magat-Maris Wetlands Eco-Tourism Park, der auch Alfonso Lista Birdwatching Site genannt wird. Er ist ein Vogelbeobachtungsgebiet und ein wichtiger Rastplatz entlang des East Asian-Australasian Flyway.
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