Manlai: Fossilien, Felsbilder und Klosterruinen
Unterkünfte in Manlai
In Manlai reichen die Themen von paläontologischen Fundgebieten der Kreidezeit über Felsbilder bis zu einem Weihe-Owoo und den Ruinen eines Klosters. Das örtliche Heimatmuseum ergänzt die kulturhistorische Seite mit einer eigenen Ausstellungsgeschichte. Auch Himmelsrichtung und ungefähre Entfernung vom Zentrum des Manlay-Sums helfen, die Stätten räumlich einzuordnen.
Fossilien aus verschiedenen Abschnitten der Kreidezeit
Shar Tsav stammt aus der Oberkreide, genauer aus der Bayan-Shiree-Zeit (K2 bs). Das paläontologische Denkmalgebiet enthält fossiles Holz, Mollusken, Sauropoden, Avimimus sowie Dinosaurierspuren. Damit umfasst das Fundgebiet unterschiedliche paläontologische Zeugnisse. Shar Tsav ist gemäß Beschluss Nr. 13 der mongolischen Regierung aus dem Jahr 2020 in die nationale Liste der geschützten unbeweglichen historischen und kulturellen Denkmäler eingetragen.
Mogoin Del setzt einen anderen zeitlichen und inhaltlichen Akzent: Das Denkmalgebiet stammt aus der Unterkreide (K1) und enthält Überreste von Pflanzen, Insekten, Mollusken, Ostrakoden und Fischen. Im Vergleich mit Shar Tsav verschiebt sich der Blick so auf einen anderen Abschnitt der Kreidezeit und andere Fossilgruppen. Auch Mogoin Del ist gemäß dem Beschluss Nr. 13 aus dem Jahr 2020 in der nationalen Liste der geschützten unbeweglichen historischen und kulturellen Denkmäler eingetragen. Das Fundgebiet am Berg Mogoyt ergänzt das Thema mit Überresten uralter Pflanzen und Tiere.
Felsbilder, Owoo und Klostergeschichte
Die Felsbilder von Badrakhyn Am zeigen Steinböcke, Ziegen, Menschen, Reiter und Bogenschützen. Eingemeißelt sind sie in die ebene Südseite eines kleinen Felsens. So gehören sowohl die dargestellten Motive als auch die konkrete Felsfläche zur Beschreibung dieses Ortes. Die Motive verbinden Tier- und Menschenbilder; darunter sind neben Reitern auch Bogenschützen genannt.
Der Berg Khanbogd gilt als besonders verehrt; dort befindet sich ein aus Stein aufgeschichtetes Weihe-Owoo. Die Ruinen des Klosters Zasgiin Shütein galten mit sechs Datsans und sieben Jast als eines der größeren Klöster der örtlichen Umgebung. Die historische Einordnung bezieht sich auf die Klosterruinen und benennt mit den Datsans und Jast konkrete Bestandteile der früheren Anlage.
Das Heimatmuseum von Manlay
Im Jahr 1974 nahm der Heimatkunderaum von Manlay mit mehr als 20 Exponaten seinen öffentlichen Betrieb auf. 2017 wurde er zu einem normgerechten Heimatmuseum erweitert. Das Museum präsentiert 303 Exponate in 122 Positionen und vier Sälen. Zusammen geben die Angaben einen Einblick in die Entwicklung des Hauses: vom Beginn des öffentlichen Museumsbetriebs bis zur späteren Erweiterung und der heutigen Ausstellungsgliederung. Das Museum ergänzt damit die örtlichen Kultur- und Denkmalthemen um die Geschichte einer eigenen Sammlung und Präsentation.
Entfernungen zur Orientierung
Im Bag Ögöömör liegt Badrakhyn Am etwa 44 km nordwestlich des Zentrums des Manlay-Sums. Südöstlich desselben Zentrums befinden sich dort das Owoo am Berg Khanbogd, etwa 65 km entfernt, die Ruinen des Klosters Zasgiin Shütein, etwa 70 km entfernt, und Shar Tsav, etwa 75 km entfernt. Diese Angaben halten die jeweilige Richtung und ungefähre Entfernung auseinander. Das paläontologische Fundgebiet am Berg Mogoyt liegt im Bag Dalai etwa 7 km nordöstlich des Zentrums.
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