Ulytau District: Petroglyphen und Geschichte der Steppe
Unterkünfte in Ulytau District
Die offiziellen Routen im Ulytau District führen durch markante Naturlandschaften und machen die Geschichte der Großen Steppe zum Thema. Zu den beschriebenen Stationen zählen sakrale Berge, Mausoleen, Felsbilder und archäologische Stätten. So lässt sich der Reisezuschnitt an den eigenen Interessen ausrichten: Eine Route verbindet den Aufstieg auf den Aulietau mit Besuchen der Mausoleen von Alash Khan und Jochi Khan; andere Einblicke bieten Felskunst und die Kulturgeschichte des Dorfes Ulytau.
Routen und Orientierung im Ulytau
Aulietau wird als höchster Punkt des Ulytau bezeichnet: Der Berg liegt auf 1.135 Metern über dem Meeresspiegel und wird als heilig verehrt. Für die Ulytau-Exkursion sollten Sie ungefähr fünf Stunden einschließlich Anfahrt einplanen; die Dauer kann variieren. Die Bildungsroute durch das Dorf Ulytau umfasst acht Kilometer. Teilweise führt sie über unebenes Gelände, durch die Steppe und an Flussufern entlang. Unterwegs können Verkaufsstellen für Wasser und Lebensmittel fehlen, nehmen Sie deshalb beides mit.
Eine offizielle Ulytau-Route beginnt in Zhezkazgan. Sie umfasst 130 Kilometer über die Fernstraße mit Asphalt- und Erdstraßenabschnitten sowie rund drei Kilometer leichte Geländefahrt durch die Steppe. Straßenverhältnisse können sich ändern. Die offizielle Besucherinformation zu Ulytau stellt Routen mit Entfernungen, Schwierigkeitsgraden, passenden Jahreszeiten und Empfehlungen vor. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Straßenverhältnisse und den saisonalen Zugang.
Petroglyphen und archäologische Spuren
Terekti-Aulie ist ein altes Felskunstdenkmal in Zentralkasachstan. Es liegt im Ulytau District, 18 Kilometer nordöstlich des Bahnhofs Terekti und innerhalb des Ulytau-Nationalreservats-Museums. Windgeformte, kuppelförmige Granitrücken bilden die Landschaft; auf ihren Gipfeln und Hängen sind Petroglyphen erhalten. Rund 300 Felsbilder verteilen sich auf 27 Granitflächen. Sie zeigen Pferde, Kamele, Ziegen, Hirsche und Vögel sowie symbolische Zeichen.
Die archäologischen Zeugnisse von Terekti-Aulie reichen von der Bronzezeit über die Frühe Eisenzeit bis ins Mittelalter; zum Fundbestand zählen mehr als 50 archäologische Objekte. Eine heilige Quelle wird traditionell mit heilenden Eigenschaften verbunden. Bei den Zyngyrtas-Petroglyphen liegen außerdem sechs steinerne Grabhügel mit Durchmessern von vier bis zwölf Metern. Für Besuche in der Umgebung von Terekti-Aulie sollten Sie Zufahrt und Straßenzustand vorab prüfen.
Mausoleen und Bauformen
Das Mausoleum von Alash Khan misst ungefähr 9,73 mal 11,9 Meter und ist zehn Meter hoch. Es besteht hauptsächlich aus gebrannten Ziegeln. Geometrische Ziegelmuster sind so gestaltet, dass sie einem Alaşa-Teppich ähneln. In der kasachischen historischen Tradition gilt Alash Khan als legendäre Gestalt, die nomadische Stämme vereinte und einen großen Staatsverband gründete. Erstmals wissenschaftlich untersucht wurde das Mausoleum 1946 von einer archäologischen Expedition für Zentralkasachstan unter der Leitung von Alkey Margulan.
Auch das Dombaul-Monument verbindet markante Form und Überlieferung: Über einem quadratischen Unterteil erhebt sich eine kuppelartige Form, die an eine Jurte erinnert. Das Unterteil misst 8,9 mal 7,9 Meter. Traditionell wird das Monument mit Dombaul, auch Dobyn Mergen genannt, einem mit den Oghusen verbundenen Heerführer, in Verbindung gebracht.
Baskamyr und weitere Zeugnisse
Baskamyr ist ein historisches und kulturelles Denkmal von republikanischer Bedeutung aus dem 9. bis 12. Jahrhundert. Die befestigte Siedlung misst 90 mal 90 Meter und umfasst Verteidigungsmauern, Gräben und eine Zitadelle. Die damaligen Bewohner werden mit Metallverarbeitung, Viehhaltung und Handel verbunden. Bei Ausgrabungen kamen Töpferwaren und Gegenstände aus Eisen, Kupfer und Bronze zutage. Freigelegt wurden außerdem Wohnräume, Feuerstellen und Überreste von Brennöfen aus gebrannten Ziegeln.
Archäologische Arbeiten in Altynshoky brachten Reste verhütteter Schlacke ans Licht. Eine dort 1935 gefundene Steintafel mit einer Inschrift, die mit einem Feldzug gegen Tokhtamysh verbunden ist, wird heute im Staatlichen Eremitage-Museum aufbewahrt. Die Bezüge der Fundorte und die unterschiedlichen Bauformen geben der Kulturgeschichte der Region verschiedene zeitliche und architektonische Akzente.
Das Dorf Ulytau und seine Besucherorte
Zu den Stationen der Dorfrundroute gehören Steine mit alten Schriftzeichen und Zeichnungen sowie Steinskulpturen und Denkmäler. Am Flussufer an der Imanzhan-Straße steht eine alte Pappel. Die Route umfasst auch einen von Menschen angelegten Hügel, der mehrere Jahrtausende alt ist, sowie eine antike Siedlung am Flussufer, deren Existenz durch archäologische Ausgrabungen bestätigt wurde. Im Zentrum von Ulytau erinnert eine den Vertretern der Alash-Bewegung gewidmete Allee an deren Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung der Kasachen.
Das Naturreservat-Museum Ulytau präsentiert Flora und Fauna, archäologische Funde und die Geschichte der Region von der Bronzezeit bis zur Gegenwart. Ein Ethno-Aul am Flussufer, am Rand des Dorfes Ulytau, ist für Einblicke in kasachische Kultur und traditionelle Lebensweise gestaltet. Prüfen Sie vor der Reise, welche Programme angeboten werden und ob der Betrieb aktuell stattfindet.
Zum historischen und kulturellen Komplex Jochi Khan im Ulytau District zählen ein Museum, das Mausoleum und Monument von Jochi Khan, ein Zeltlager und ein Hotel. Besucherangebote können sich ändern; bestätigen Sie daher vorab, was aktuell zur Verfügung steht. Weitere Reiseziele entdecken: Schesqasghan, Bukhar-Zhyrau District.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Qaraghandy.