Ogasawara: Natur, Meer und Inselkultur
Unterkünfte in Ogasawara
Auf Chichijima reichen die Erlebnisse von Meeresschildkröten und Naturbeobachtungen bis zu Küstenwegen und Aussichtspunkten; weitere Aktivitäten finden im größeren Inselraum statt. Wenn Sie ein Hotel für eine Reise nach Ogasawara suchen, hilft es, zuerst zu entscheiden, ob Meeresleben, Landschaft oder Kulturgeschichte den Schwerpunkt bilden soll.
Naturbeobachtung auf Chichijima
Das Ocean Center, auch Kame Center genannt, erforscht und hält Meeresschildkröten. Je nach Saison sind dort Erlebnisse wie das Aussetzen junger Schildkröten oder das Polieren von Schildkrötenpanzern möglich. Das Ogasawara Visitor Center bietet ganzjährig Erläuterungen durch Fachpersonal, Sonderausstellungen, Naturbeobachtungen, Vorträge und praktische Mitmachangebote für Kinder und Erwachsene. Die Termine einzelner Programme können variieren.
Auch das Ogasawara World Heritage Centre verbindet Information und Naturpflege: Es informiert über Maßnahmen zum Schutz der Natur und des Welterbes. Außerdem werden dort gefährdete Arten gezüchtet, und Besucher können die Pflegearbeiten beobachten. Im Schutzgebiet Higashihira-Akazashikokarasubato lassen sich seltene Tiere und Pflanzen beobachten. Für Spaziergänge dort ist die Begleitung eines von Tokio anerkannten Naturführers vorgeschrieben.
Die Angebote unterscheiden sich damit deutlich: Im Visitor Center gibt es ganzjährig verschiedene Programmarten, während die Schildkröten-Erlebnisse saisonabhängig sind. Ein Spaziergang im Schutzgebiet wiederum setzt die Begleitung eines anerkannten Naturführers voraus. Diese Unterschiede helfen, die Naturerlebnisse passend in die Reiseplanung einzuordnen.
Küste, Wanderweg und Aussicht
Der Strand Miyanohama auf Chichijima ist von der Ortschaft aus zu Fuß erreichbar. Im Wasser sind tropische Fische und verschiedene Korallen zu sehen. Außerhalb der Bojen ist die Strömung stark; geschwommen werden sollte deshalb innerhalb der Bojen.
Am Kuwanokiyama folgt der Wanderweg einer instand gesetzten Vorkriegsstraße. Vom Aussichtspunkt Tenguhanahana reicht der Blick über die Futami-Bucht; entlang des Weges sind außerdem Überreste von Häusern aus der Vorkriegszeit zu sehen. Einen anderen Blick auf Chichijima bietet der Hauptaussichtspunkt im Ogamiyama-Bezirk, unmittelbar hinter dem Futami-Pier: Von dort überblicken Sie das bebaute Gebiet der Insel.
Auf Minamijima liegt Ogiike in einer aus Kalkstein bestehenden, untermeerischen Karstlandschaft. Der weiße Sand bildet dort einen Kontrast zum blauen Meer. Für eine Anlandung ist die Begleitung eines von Tokio anerkannten Guides erforderlich; informieren Sie sich vorab über die aktuellen Bedingungen vor Ort.
Meer und Natur im größeren Inselraum
An der Küste der Ogasawara-Inseln können Sie beim Schnorcheln riffbildende Korallen und tropische Fische unter Wasser erleben. Beim Tauchen im Ogasawara-Nationalpark lassen sich unter anderem Großaugen-Thunfische, Bernsteinmakrelen, fächerartige Fischschwärme und farbenprächtige tropische Fische beobachten. Südlich von Ani-jima ist das Wasser im Seegebiet klar; zwischen den Korallenriffen schwimmen bunte Fischschwärme. Das Gebiet kann im Rahmen von Ökotouren besucht werden.
Rund um die Inseln leben ganzjährig Spinnerdelfine und Indopazifische Große Tümmler. Bei einer Fahrt um die Inseln wird nach Delfinen gesucht; mit Glück können Sie mit wild lebenden Delfinen schwimmen. Auf der Westseite von Chichijima ist der Weather Station Lookout ein beliebter Ort, um den Sonnenuntergang am Horizont zu beobachten. Bei gutem Wetter ist er von vielen Menschen besucht; während der Saison ist dort auch Walbeobachtung möglich.
Auch die Nacht eröffnet andere Beobachtungsmöglichkeiten: Bei der Sternenbeobachtung auf den Ogasawara-Inseln kann man die Milchstraße sehen. Möglicherweise lassen sich zudem der grün leuchtende Pilz Green Pepe und nachtaktive Tiere wie der endemische Ogasawara-Flughund beobachten. Solche Sichtungen sind nicht garantiert.
Inselkultur und Anreise
Das Takonoha-Handwerk ist ein seit der Vorkriegszeit auf den Ogasawara-Inseln überliefertes Kunsthandwerk. Verwendet werden Blätter des endemischen Schraubenbaums タコノキ. Zum regionalen Kulturerbe gehört auch der Nanyo Odori: Der Tanz wurde während der Zeit, in der Japan die Verwaltung über Mikronesien ausübte, auf die Ogasawara-Inseln überliefert und im Jahr 2000 als immaterielles Volkskulturgut der Präfektur Tokio ausgewiesen.
Chichijima und Hahajima haben keinen Flughafen und sind nur per Schiff erreichbar. Die Fähre Ogasawara Maru fährt von der Takeshiba-Pier in Tokio ungefähr einmal pro Woche ab. Da sich die Frequenz ändern kann, prüfen Sie die aktuellen Fahrten vor Ihrer Reise.
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