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Nakama: Wasserbau, Stadtgeschichte und Parks

Unterkünfte in Nakama

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Nakama verbinden sich Wasserbau, Industriegeschichte und grüne Stadträume. Der Horikawa und das Onga River Pumping Station machen die frühere Nutzung des Wassers nachvollziehbar; Museum, Parkanlagen und sieben unterschiedliche Fußrouten ergänzen den Blick auf Geschichte und Landschaft.

Wasserbau und Industriegeschichte

Das Onga River Pumping Station nahm 1910 den Betrieb auf, um Industriewasser aus dem Fluss Onga zum Yawata Steel Works zu leiten. Es ist Bestandteil des Welterbes Meiji-Japans industrielle Revolution im Bereich Eisen und Stahl. Die Außenansicht des Pumpwerks kann jederzeit besichtigt werden. Dort gibt es eine Erläuterungstafel und eine gestaltete Bank; in der Nähe ist eine Elektropumpe ausgestellt, die bis vor einigen Jahren im Pumpwerk verwendet wurde. Bei Führungen sind wetterbedingte Unterbrechungen möglich.

Der 12 km lange Horikawa wurde 1762 eröffnet und diente dem Hochwasserschutz, der Bewässerung und dem Wassertransport. Sein Bau begann bereits 1621 auf Befehl des ersten Fukuoka-Daimyō Kuroda Nagamasa. Zwei Jahre später, nach Nagamasas Tod, wurden die Arbeiten unterbrochen; erst 130 Jahre später nahm man sie wieder auf. Die vollständige Eröffnung des Kanals erfolgte 1762 mit der Fertigstellung des Nakama Karato, des Wasserentnahmetors am Onga. Am Wehr wird die Wassermenge reguliert, indem schmale Bretter in die Nuten eingesetzt werden. Das als Präfekturkulturdenkmal ausgewiesene Nakama Karato veranschaulicht den Wasserbau an einem konkreten Bauteil.

Museum, Stadtgrün und Kulturerbe

Das Geschichts- und Volkskundemuseum Nakama befindet sich im ersten Stock des Nakama Community Exchange Center. Seine Dauerausstellung behandelt die Geschichte der Stadt; dazu kommen Sonderausstellungen. Zu den Beständen gehören Fossilien aus Nakama, Funde aus der Jōmon-, Yayoi- und Kofun-Zeit, Materialien zum Horikawa und zur modernen und zeitgenössischen Kohleindustrie sowie volkskundliche Objekte. So treffen in einem Museum Naturgeschichte, frühe Siedlungsgeschichte, Wasserbau und Industrie aufeinander.

Der Habu-Park ist der größte Stadtpark in Nakama. Er zeichnet sich durch viel Natur und üppige Pflanzen aus, die sich mit den Jahreszeiten verändern. Eine rote Brücke über einem Teich führt zum Gelände des Hanyu-Schreins. Im Park liegt außerdem Habu Rakan Hyakuana, eine Gruppe von Höhlengräbern aus der späten Kofun-Zeit, die als Präfekturkulturdenkmal ausgewiesen ist. Auch die Kampferbäume Karato-no-Okusu geben einen Bezug zur Geschichte des Kanals: Für einen der Bäume wird eine Pflanzung ungefähr um 1762, zur Zeit der Eröffnung des Horikawa, vermutet.

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Ein weiterer grüner Ort mit einem ungewöhnlichen Akzent ist der 1989 auf dem Gelände der ehemaligen Staatsbahnstrecke Katsuki angelegte Grünwegpark. Dort stehen mehr als 30 Repliken berühmter Steinfiguren aus aller Welt, darunter ein Moai und eine Sphinx. Der Park verbindet damit die frühere Nutzung des Geländes mit einer Sammlung von Figuren, die sonst eher mit weit voneinander entfernten Orten verbunden werden.

Wege und unterschiedliche Schwerpunkte

Der Nakama Footpath umfasst sieben Wanderrouten mit unterschiedlichen Landschaften. Der Sokoino-Kurs führt durch naturnahe ländliche Gebiete, der Dote-no-uchi-Kurs zu einem Welterbe. Der Tsudōri-Kurs wurde von örtlichen Oberschülern angelegt; der Machinaka-Kurs führt durch Straßen mit historischem Ortsbild. Die Beschreibungen setzen also verschiedene Akzente: ländliche Landschaft, Welterbe, lokale Initiative oder historische Straßen. So können Sie sich bei der Auswahl an dem Thema orientieren, das Sie auf Ihrer Reise besonders interessiert.

Im Nakama Community Exchange Center können Besucher Fahrräder mieten, um den Radweg am Onga, das Welterbe und die ländliche Landschaft von Nakama zu erkunden. Während die Fußrouten mit eigenen Namen und Themen beschrieben sind, bietet die Fahrradvermietung einen anderen Zugang zu diesen städtischen Eindrücken. Zusammen mit dem Pumpwerk, dem Horikawa, den Sammlungen und den Parkanlagen ergibt sich ein vielfältiges Bild der Stadtgeschichte und ihrer Landschaft.

Weitere Reiseziele entdecken: Chikushino, Kurume, Kitakyushu, Itoshima, Munakata, Yukuhashi, Fukuoka, Dazaifu

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Präfektur Fukuoka.

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