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Misgav Am: Kibbuzgeschichte und Blick auf den Libanon

Unterkünfte in Misgav Am

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Misgav Am verbindet seine hoch gelegene Lage auf dem Ramim-Rücken mit der Geschichte eines Kibbuz, der 1945 von Palmach-Kämpfern und jungen Pionieren gegründet wurde. Landschaft und gemeinschaftliche Gebäude geben dem Ort unterschiedliche Anknüpfungspunkte: den Blick auf die Umgebung und die Entwicklung des Kibbuz.

Lage und Aussicht

Misgav Am liegt auf dem Ramim-Rücken in der Galiläa-Pfanne, etwa 800 Meter über dem Meeresspiegel, und bietet einen direkten Blick auf den Libanon. Im näheren Umfeld liegt der Benaya Lookout. Unter drei Kiefern stehen dort zwei Bänke mit Blick auf das Hula-Tal und den Hermon. Eine Orientierungstafel hebt markante Punkte der Landschaft hervor; weitere Inschriften zitieren Worte von Benaya Rein. Die Tafel ergänzt den weiten Ausblick um konkrete Landschaftsbezüge, während die Inschriften einen eigenen Textakzent setzen. Der Benaya Lookout ist auch mit dem Rollstuhl erreichbar.

Kibbuzgeschichte in Gebäuden

Der Speisesaal von Misgav Am diente neben den Mahlzeiten auch als zentraler Versammlungs- und Kulturraum des Kibbuz. 1978 wurde er erheblich erweitert. Das Gründungsjahr 1945 und die spätere Erweiterung des Speisesaals zeigen zwei unterschiedliche Zeitpunkte in der Entwicklung des Kibbuz und seiner gemeinschaftlichen Räume.

Die nach dem Anschlag von 1980 befestigten Kinderhäuser wurden später zu öffentlichen Gebäuden umgenutzt. Anders als beim Speisesaal, dessen Erweiterung auf 1978 datiert ist, steht hier der spätere Wechsel der Gebäudenutzung im Mittelpunkt.

Besuch vor Ort

Ein Besucherzentrum und Touren befinden sich im Kibbuz Misgav Am. Wenn Sie einen Besuch des Zentrums oder eine Tour planen, erkundigen Sie sich vorab nach den aktuellen Besuchsmöglichkeiten.

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Archäologische Schwerpunkte im Nordbezirk

Im Nordbezirk ergänzen Tel Hazor und Tel Megiddo den Blick auf die Kibbuzgeschichte um archäologische Themen aus weit früheren Epochen. Tel Hazor ist ein biblischer Tell mit bedeutenden Überresten einer Stadt mit biblischen Bezügen. Der Besuch konzentriert sich auf die Oberstadt. Zu ihren markanten Bauwerken gehört Salomos Tor, ein Tor mit sechs Kammern und zwei Türmen aus dem 10. Jahrhundert v. Chr. Der kanaanäische Palast wurde im 14. und 13. Jahrhundert v. Chr. von den Königen von Hatsor genutzt und gilt als der aufwendigste in Israel sowie als einer der bedeutendsten der Levante.

Auch das Wassersystem macht die archäologische Geschichte von Tel Hazor anschaulich: Es bewahrt bedeutende Überreste eines unterirdischen Wasserauffangsystems, einer ausgefeilten, geografisch angepassten Ingenieurleistung zur Wasserspeicherung. Der ausgegrabene Schacht ist 45 Meter tief; drei Meter breite Stufen sind in seine senkrechten Wände gehauen.

Tel Megiddo gehört zu den drei Tells, die bedeutende Überreste von Städten mit biblischen Bezügen bewahren und eng mit Ereignissen aus der Bibel verbunden sind. Der orthogonale Stadtplan aus der Eisenzeit hat in der Levante nur wenige Parallelen. Die Tempelanlage aus der frühen Bronzezeit ist durch die Zahl ihrer Tempel, die Kontinuität des Kultbetriebs und die dokumentierten rituellen Aktivitäten außergewöhnlich. Damit stehen im Nordbezirk unterschiedliche archäologische Schwerpunkte nebeneinander: in Tel Hazor unter anderem Palast und Wasserbau, in Tel Megiddo Stadtplanung und Kultbetrieb.

Weitere Reiseziele entdecken: Netiv Hashayara, Peki'in HaHadasha, Karkom, Yiftaẖ, Majd al-Krum, Umm el Ghanam, Gilon, Kfar HaNassi.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordbezirk.

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