Lochamej Hageta'ot: Geschichte und Kunst
Unterkünfte in Lochamej Hageta'ot
Lochamej Hageta'ot ist durch seine Gründungsgeschichte und durch Kunst geprägt. Der Kibbuz wurde 1949 von Holocaustüberlebenden und Kämpfern aus den Untergrundbewegungen der Ghettos gegründet und von Anfang an als lebendige Gedenkstätte konzipiert. Zu den lokalen Themen zählen der Bereich Yad Layeled im Ghetto Fighters’ House, das nach dem Maler Moshe Kupferman benannte Collection House und die wechselnden Ausstellungen der Galerie. Zusammen geben diese Themen der Ortswahl einen historischen und künstlerischen Schwerpunkt.
Gründungsgeschichte und Kinderperspektive
Der Bereich Yad Layeled wurde 1995 im Ghetto Fighters’ House eingerichtet. Seine Ausstellungen beruhen auf authentischen Geschichten aus Tagebüchern und Zeitzeugnissen von Kindern, die in jener Zeit lebten. Die beiden Quellenformen richten den Blick auf die Geschichten einzelner Kinder: Aufzeichnungen in Tagebüchern stehen neben Zeitzeugnissen. So lässt sich der historische Schwerpunkt aus einer persönlichen Perspektive betrachten.
Für die zeitliche Einordnung sind zwei Daten wichtig, die unterschiedliche Schritte bezeichnen: 1949 steht für die Gründung des Kibbuz als lebendige Gedenkstätte, 1995 für die Einrichtung des Bereichs Yad Layeled. Das unterscheidet die Gründungsgeschichte des Ortes von der späteren Einrichtung dieses Bereichs.
Kunst und wechselnde Ausstellungen
Das Kupferman Collection House im Kibbuz Lohamei Hagetaot ist nach Moshe Kupferman benannt, einem bedeutenden israelischen Maler, Israel-Preisträger und Mitglied des Kibbuz. Die Galerie im Kibbuz zeigt wechselnde Ausstellungen mit Malerei, Bildhauerei, Video, Installation, Druckgrafik und weiteren Medien. Das Spektrum reicht damit über ein einzelnes künstlerisches Medium hinaus.
Im Kunsttour-Paket kann der Besuch der Galerie durch einen saisonalen Workshop auf Baladit Farm ersetzt werden; dafür fällt ein Aufpreis an. Der Workshop ist somit eine Alternative innerhalb des Pakets und kein zusätzlicher Programmpunkt neben dem Galeriebesuch. Bei der Abwägung spielen Ort, Format und Saisonbezug eine Rolle; für den Workshop kommt der Aufpreis hinzu.
Archäologische Themen im übergeordneten Reiseziel Nordbezirk
Als regionaler Kontext zum übergeordneten Reiseziel Nordbezirk kommen Tel Hazor und Tel Megiddo mit eigenen archäologischen Themen hinzu. Tel Hazor ist ein biblischer Tell mit bedeutenden Überresten einer Stadt mit biblischen Bezügen; der Besuch konzentriert sich auf die Oberstadt. Zum Ort gehört Salomos Tor aus dem 10. Jahrhundert v. Chr. mit sechs Kammern und zwei Türmen. Der kanaanäische Palast wurde von den Königen von Hatsor im 14. und 13. Jahrhundert v. Chr. genutzt. Der Palast aus der Spätbronzezeit gilt als der aufwendigste in Israel und als einer der bedeutendsten der Levante.
Auch das Wassersystem in Tel Hazor zeigt eine andere Seite der archäologischen Anlage: Es bewahrt bedeutende Überreste eines unterirdischen Wasserauffangsystems, einer ausgefeilten, an die Geografie angepassten Ingenieurleistung zur Wasserspeicherung. Der ausgegrabene Schacht ist 45 Meter tief; in seine senkrechten Wände sind drei Meter breite Stufen gehauen. Der Nationalpark Tel Hazor ist von Norden und Süden über die Straße 90 in Richtung Ayelet Hashahar erreichbar. Prüfen Sie vor der Fahrt Ihre Navigation.
Tel Megiddo gehört zu den drei Tells, die bedeutende Überreste von Städten mit biblischen Bezügen bewahren und eng mit Ereignissen aus der Bibel verbunden sind. Zwei archäologische Merkmale machen den Ort besonders einordnungsreich: Der orthogonale Stadtplan aus der Eisenzeit hat in der Levante nur wenige Parallelen. Die Tempelanlage aus der frühen Bronzezeit ist durch die Zahl ihrer Tempel, die Kontinuität des Kultbetriebs und die dokumentierten rituellen Aktivitäten außergewöhnlich.
Weitere Reiseziele entdecken: Mazkeret Batya, Betzet, Shivta, Nahalal, Bet Sheʼan, Sde Tzvi, Daliyya, Gan Ner.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Israel.