Beit Hanania – Archäologie am Tel Mevorakh
Unterkünfte in Beit Hanania
Beit Hanania ist als Suchziel besonders für Reisende interessant, die ihren Aufenthalt mit archäologischer Geschichte verbinden möchten. Der archäologische Schwerpunkt liegt auf Tel Mevorakh. Hinzu kommen ein Mausoleum und eine Grabkammer aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. Die zeitliche Spannweite der Funde auf dem Tell reicht von der mittleren Bronzezeit bis in die persische Zeit; die beiden Grabstätten setzen dazu einen eigenen architektonischen Akzent. Wenn Sie Hotels in Beit Hanania suchen, können die unterschiedlichen Epochen und Bauformen helfen, den kulturellen Schwerpunkt Ihrer Reise einzuordnen.
Tel Mevorakh: Befunde aus mehreren Epochen
Bei vier Ausgrabungskampagnen auf Tel Mevorakh in den Jahren 1973 bis 1976 wurden Überreste aus verschiedenen Perioden freigelegt. Aus dem Beginn der mittleren Bronzezeit II stammt eine rechteckige Festung. Siedlungsreste gehören den Phasen B und C derselben Periode an. Für die späte Bronzezeit wurden die Reste einer Siedlung und eines Tempels freigelegt. Aus der Eisenzeit I–II stammt ein Vier-Raum-Gebäude. Die Befunde unterscheiden sich also nicht nur nach ihrer Zeitstellung, sondern auch nach ihrer Form und Funktion: Zu den Siedlungsresten kommen ein Tempel, eine Festung und ein Gebäude mit vier Räumen.
Aus persischer Zeit stammt ein großes Gebäude, das den größten Teil des Tells bedeckte und von einer Kasemattenmauer umgeben war. Es diente vermutlich als Verwaltungszentrum. Seine Größe und die Befestigung prägen die Beschreibung; die Deutung als Verwaltungszentrum bleibt eine Vermutung. Zusammen mit den älteren Befunden ergibt sich so eine lange Abfolge, die mehrere Epochen umfasst, ohne sie zu einer einzigen Bauphase zusammenzufassen.
Mausoleum und Grabkammer
Am Fuß des Tel Mevorakh, östlich des Tells, wurde 1923 ein Mausoleum aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. entdeckt. Darin fand man Marmorsarkophage; einige sind mit Reliefs zum Kampf der Griechen gegen die Amazonen geschmückt. Am östlichen Rand von Tel Mevorakh befindet sich außerdem eine runde Grabkammer, die ebenfalls in das 3. Jahrhundert n. Chr. datiert wird. Sie besitzt 13 Grabnischen. Eine zentrale Säule trägt ihre Decke; in die Säule ist ein Stierkopf eingemeißelt.
Die beiden Grabstätten lassen sich anhand ihrer Gestaltung gut unterscheiden: Beim Mausoleum stehen die Marmorsarkophage und die Reliefs auf einigen von ihnen im Mittelpunkt. Die Grabkammer ist durch ihre runde Form, die Nischen und die Säule mit dem eingemeißelten Stierkopf charakterisiert. Beide sind dem 3. Jahrhundert n. Chr. zugeordnet, bieten aber unterschiedliche architektonische Anknüpfungspunkte für einen kulturgeschichtlichen Blick auf Tel Mevorakh.
Wegorientierung
Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, geht etwa 200 Meter parallel zur Straße 4 auf deren Westseite nach Süden bis zu den Überresten des römischen Aquädukts bei Bet Hananya. Für die Anreise selbst empfiehlt sich ein Blick auf die aktuelle ÖPNV-Verbindung; die Wegangabe bezieht sich auf den Fußweg.
Weitere Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Haifa
Im übergeordneten Reiseziel Haifa kommen weitere historische Schwerpunkte hinzu. Das National Maritime Museum präsentiert 5.000 Jahre maritime Geschichte des Mittelmeerraums. Das Haifa City Museum ist in zwei Gebäuden aus der Templerzeit in der Deutschen Kolonie untergebracht. Damit stehen unterschiedliche Perspektiven nebeneinander: maritime Geschichte im National Maritime Museum und historische Gebäude als Standort des Stadtmuseums.
Zum religiösen Erbe Haifas gehört der Schrein des Báb, der Teil der als UNESCO-Welterbe eingetragenen Heiligen Stätten der Bahá’i ist. Die Heiligen Stätten in Haifa und Westgaliläa werden im Rahmen der Bahá’i-Pilgerreise besucht. Ein weiterer historischer Schwerpunkt im übergeordneten Reiseziel Haifa ist der Nationalpark Bet Sche'arim. Seine Katakomben besitzen kunstvolle Schnitzereien und Inschriften; der Park ist zudem die letzte Ruhestätte bedeutender jüdischer Persönlichkeiten, darunter Rabbi Yehuda HaNasi.
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