Zum Inhalt

Bagdad: Buchkultur und Geschichte am Tigris

Unterkünfte in Bagdad

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Bagdads Kulturgeschichte zeigt sich in Buchhandel, Museen und historischen Bauwerken. Die Al-Mutanabbi-Straße liegt im Herzen des alten Bagdads am Tigris und ist ein Ort kulturellen und geistigen Lebens. Buchhandlungen und Verlage reihen sich dort aneinander. Wenn Sie sich für Literatur und das geistige Leben der Stadt interessieren, bietet die Straße einen klaren thematischen Schwerpunkt.

Buchkultur und inszenierte Szenen

Das an der Al-Mutanabbi-Straße gelegene Baghdad Museum ergänzt diesen Blick mit einer inszenierten Darstellung traditioneller Handwerke, gesellschaftlicher Bräuche, religiöser Anlässe und geschäftiger lokaler Märkte. Es umfasst mehr als 70 Szenen und 500 Wachsfiguren. So stehen die Buchkultur der Straße und die szenische Darstellung von Alltag und Bräuchen für unterschiedliche Zugänge zu Bagdads kulturellem Leben.

Treffpunkte, Bildung und städtisches Erbe

Nahe der Al-Mutanabbi-Straße liegt das Qishla-Gebäude, das als kultureller und zivilisatorischer Treffpunkt dient. Die Mustansiriya-Schule zählt zu den ältesten islamischen Universitäten und zu den bedeutenden Bauwerken der Abbasidenzeit. Als Themen eröffnen sie unterschiedliche Perspektiven: Das Qishla steht für eine Treffpunktfunktion, die Schule für Universitätsgeschichte und Abbasidenarchitektur.

Das Baghdadi Museum dokumentiert einen Abschnitt der Geschichte Bagdads, das Leben seiner Einwohner sowie das Erbe und die traditionelle Lebensweise der Stadt. Damit unterscheidet es sich thematisch vom Baghdad Museum: Während dort Handwerk, Bräuche, religiöse Anlässe und lokale Märkte in Szenen dargestellt werden, richtet das Baghdadi Museum den Blick auf Stadtgeschichte, Einwohner und Überlieferung.

Das Baghdadi Cultural Center und die Al-Mutanabbi-Straße werden als kulturelle Lebensadern Bagdads bezeichnet. Am 25. Oktober 2020 kündigte der Gouverneur von Bagdad die Wiederaufnahme kultureller Aktivitäten im Baghdadi Cultural Center an der Al-Mutanabbi-Straße an.

Anzeige

Weitere historische Perspektiven im Irak

Zum kulturellen Erbe im Irak gehören auch die antiken Orte Hatra und Samarra. Hatra ist eine befestigte Stadt, die auf den Ruinen einer assyrischen Siedlung gegründet wurde. Sie liegt im Norden des Irak zwischen Tigris und Euphrat in einer offenen Halbwüstenlandschaft. Ihre gut erhaltene doppelte Stadtmauer bezeugt die historische Bedeutung Hatras und die Einflüsse assyrisch-babylonischer, aramäischer, griechischer, parthischer, römischer und arabischer Kulturen.

Die archäologische Stadt Samarra war von 836 bis 892 Hauptstadt des Abbasidenkalifats. Zu ihr gehören die Große Moschee aus dem 9. Jahrhundert und ihr spiralförmiges Minarett; 80 Prozent des Areals sind noch nicht ausgegraben. Samarra gilt als einzige erhaltene islamische Hauptstadt, die ihren ursprünglichen Grundriss, ihre Architektur und ihre Kunst bewahrt, darunter Mosaike und Schnitzereien. Als weitere Beispiele bewahrt Samarra auch die Moscheen Al-Malwiya und Abu Dulaf, die zu den größten Moscheen zählen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bagdad, Arbela, Nadschaf, Al-Karbala, Kurdistan Region, Arbil.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Irak.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.