Malda: Flusslandschaft und Kulturerbe
Unterkünfte in Malda
Malda liegt am Zusammenfluss der Flüsse Mahananda und Kalindi. Dazu kommen historische Bauwerke, archäologische Themen und ein gestalteter Park. Diese Mischung gibt Ihrer Reise mehrere mögliche Schwerpunkte: Flusslandschaft, Kulturgeschichte oder Architektur.
Flüsse und grüne Räume
Bei Manikchak erreicht der Ganges erstmals Westbengalen. Einen anderen Naturakzent setzt der Adina Eco Tourism Park: Er umfasst Zierpflanzen, Sitzplätze im Grünen und ein Becken mit bunten Fischen. So stehen Flusslandschaft und gestaltete Grünbereiche als unterschiedliche Seiten von Malda nebeneinander.
Archäologie und Funde
Das Malda Museum ist ein archäologisches Museum unter der West Bengal Directorate of Archaeology und wurde 1937 gegründet. Am Anfang stand eine Sammlung historischer Artefakte aus dem Distrikt. Damit gehört zur Kulturgeschichte Malda sowohl eine institutionelle Sammlung als auch eine Vielzahl archäologischer Funde.
Jagjivanpur ist eine archäologische Stätte im Habibpur-Block des Distrikts Malda. Bei der Ausgrabung des Tulavita Mound in Jagjibanpur wurde ein bedeutendes buddhistisches Kloster freigelegt und als Nandadighi-Bihariyajya-Bhikshu-Sangha identifiziert. Zu den bedeutendsten Funden von Jagjivanpur zählt außerdem eine Kupferplatteninschrift des Pala-Kaisers Mahendrapaladeva.
Bauwerke in Gour und Pandua
Die Baroduari, auch Boro Sona Mosque genannt, ist das größte Monument in Gour: ein gewaltiges rechteckiges Bauwerk aus Ziegeln und Stein. Ihre indoarabische Architektur und die ornamentalen Steinmetzarbeiten prägen ihren besonderen Charakter als Sehenswürdigkeit. Für Architekturinteressierte steht hier die Gestaltung des Bauwerks im Mittelpunkt.
Eine andere Form zeigt das Firoz Minar. Sultan Saifuddin Feroze Shah ließ den Turm von 1485 bis 1489 erbauen. Er ist fünfgeschossig, 26 Meter hoch und hat einen Umfang von 19 Metern. Bauzeit, Geschosszahl und Maße geben eine konkrete Orientierung zu seiner Dimension.
Die Chika Mosque ließ Sultan Yusuf Shah 1475 erbauen. Sie ist ein einschiffig wirkender, einkuppeliger Bau und heute nahezu verfallen. An ihr finden sich zudem Spuren hinduistischer Tempelarchitektur. Das Luko Churi Gate diente als Haupttor zum königlichen Palast; sein innovativer Architekturstil macht es zu einem interessanten Ausflugsziel.
Beim Gumti Darwaza gilt eine wichtige Besuchsbedingung: Es ist derzeit für die Öffentlichkeit geschlossen. Pandua bietet einen anderen Blick auf die Monumente der Region und weist die drittgrößte Konzentration muslimischer Monumente in Bengalen auf. Die Eklakhi Mosque zählt zu den ersten quadratischen Ziegelgräbern Bengalens; am Eingang befindet sich eine geschnitzte Darstellung von Ganesha. Gegenüber der Kadam Rasul Mosque steht das Grabmal von Fateh Khan aus dem 17. Jahrhundert. Fateh Khan war ein Befehlshaber der Armee Aurangzebs.
Ramkeli, Fest und Seide
Ramkeli gilt als vorübergehender Aufenthaltsort von Sri Chaitanya, der dort auf seinem Weg nach Vrindavan einige Tage blieb. Am Jaishthya Sankranti beginnt in Ramkeli ein einwöchiges Fest. Damit verbindet der Ort eine kulturelle Geschichtserzählung mit einer Festtradition. Der Distrikt Malda ist außerdem für groß angelegte Seidenraupenzucht und die Produktion von Seide bekannt.
Anreise und Hotelsuche planen
Malda liegt an der Hauptbahnstrecke zwischen Calcutta und New Jalpaiguri und wird von zahlreichen Zügen bedient. Der National Highway 34 verläuft durch den Distrikt Malda; außerdem verkehren Busse zwischen Calcutta und Malda. Prüfen Sie aktuelle Fahrpläne und Busverbindungen vor Ihrer Anreise.
Richten Sie Ihre Planung daran aus und prüfen Sie die Verbindungen für die vorgesehenen Besuche, bevor Sie buchen.
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