Bikaner: Tempelkunst, Havelis und Wüstenlandschaft
Unterkünfte in Bikaner
Goldblattmalereien, Spiegelarbeiten und Wandmalereien prägen den Bhandasar Jain Temple in Bikaner. Der Tempel stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist Sumatinathji gewidmet, dem fünften Tirthankar. Zusammen mit Havelis, Kameltraditionen und der Wüstenlandschaft bietet Bikaner unterschiedliche Themen für eine Reise.
Tempel, Havelis und Sammlungen
Auch der Shri Laxminath Temple verbindet eine religiöse Widmung mit markanten Materialien: Er besteht aus Marmor und rotem Stein und wurde errichtet, um Lord Laxminath zu beherbergen; dessen Thron befindet sich dort. Die Tempel setzen unterschiedliche Akzente: Am Bhandasar Jain Temple fallen die Spiegel- und Wandarbeiten sowie die Goldblattmalereien ins Auge, während beim Shri Laxminath Temple Material und religiöse Funktion im Mittelpunkt stehen.
Die Rampuria Group of Havelis zeigt eine weitere Facette der Baukunst. Die Havelis bestehen aus rotem Dulmera-Sandstein und weisen Jharokhas, vergitterte Fenster und aufwendige Goldarbeiten auf. Ihre Gestaltung hat zudem einen deutlichen viktorianischen Einfluss. So stehen neben den religiösen Bauwerken Havelis mit einer eigenen Verbindung aus Sandstein, dekorativen Details und viktorianischer Prägung.
Im Junagarh Fort zeigt das Prachina Museum königliche Kleidung, Textilien und Accessoires der königlichen Familien Rajasthans. Die Sammlung lenkt den Blick damit auf Kleidung und textile Objekte: ein anderer Schwerpunkt als die Architektur der Tempel und Havelis.
Im Distrikt Bikaner liegt außerdem der am See gelegene Gajner Palace, ein von HH Maharaja Sir Ganga Singh of Bikaner erbauter Palastkomplex. Seine Architektur vereint Elemente aus Rajasthan, der Jain-Tradition, der Mogulzeit und Europa. Der Bau bietet damit einen weiteren architektonischen Bezugspunkt im Distrikt, ohne sich auf eine einzelne dieser Einflusstraditionen zu beschränken.
Kamele, Feste und religiöse Traditionen
Das Bikaner Camel Festival ist ein jährlich stattfindendes Fest zu Ehren der Kamele; die genauen Termine variieren. Das National Camel Research Centre in Bikaner setzt einen anderen Schwerpunkt: Es wurde 1984 von der indischen Zentralregierung gegründet und widmet sich der Forschung, dem Schutz und der Förderung des Kamels. So erscheint das Kamel in zwei unterschiedlichen Zusammenhängen – als Gegenstand eines jährlich wiederkehrenden Festes und als Thema einer Forschungseinrichtung.
Auch die Kapil-Muni-Messe folgt einem festen religiösen Termin: Sie findet jedes Jahr am Kartik Purnima nahe dem Kolayat Lake statt. Zum Programm gehören kulturelle Darbietungen sowie Präsentationen lokaler Kunst und Handwerke; der Termin folgt dem religiösen Kalender. Der See liegt in der Stadt Kolayat und ist eine historische und religiöse Stätte. Seine religiöse Verbindung wird dem Weisen Kapil Muni zugeschrieben, der der Überlieferung nach in alter Zeit hier meditierte.
Wüstenlandschaft und Tierbeobachtung
Bikaner liegt in der Thar-Wüste, die auch als Große Indische Wüste bekannt ist. Im Distrikt sind Sanddünen verbreitet, besonders vom Nordosten bis in den südlichen Bereich. Die Wüstenlage bezieht sich auf Bikaner; die Verteilung der Dünen beschreibt die Landschaft im weiteren Distrikt.
Im Gajner Wildlife Sanctuary im Distrikt Bikaner können Besucher Wildtiersafaris unternehmen. Dabei lassen sich Schwarzböcke, Chinkaras, Nilgauantilopen und verschiedene Vogelarten beobachten. Sichtungen sind saisonal und nicht garantiert – die Tierbeobachtung ist daher ein möglicher Schwerpunkt, keine feste Ausbeute einer Safari.
Für Vogelbeobachtungen ist Jorbeed ein weiterer Bezugspunkt im näheren Umfeld: Das Gebiet liegt etwa 12 km von Bikaner City entfernt und ist für Steppenadler, Gänsegeier und Schmutzgeier bekannt. Im Vergleich dazu umfasst die Artenliste des Gajner Wildlife Sanctuary neben Vögeln auch mehrere Antilopenarten. Die beiden Orte stehen somit für unterschiedliche Schwerpunkte bei der Tierbeobachtung.
Weitere Reiseziele entdecken: Norangdesar, Udasar, Chaukunti Mohalla, Bikaner, Khodala, Lunkaransar, Sikar, Jhunjhunun.
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