Pandharpur: Pilgertradition und Tempelkultur
Unterkünfte in Pandharpur
Pandharpur ist ein Ziel hinduistischer Pilgertraditionen. Jedes Jahr versammeln sich hier zahlreiche Gläubige aus ganz Maharashtra und den umliegenden Bundesstaaten, vor allem zu Aashadhi und Kartiki Ekadashi. Der Chandrabhaga-Fluss, auch Bhima genannt, fließt durch Pandharpur. Für Ihre Reiseplanung macht deshalb vor allem der Anlass einen Unterschied: Die wiederkehrenden Festzeiten und die religiösen Bau- und Überlieferungsbezüge bieten verschiedene Schwerpunkte für einen Aufenthalt. Aashadhi und Kartiki liegen zeitlich mehrere Monate auseinander.
Pilgerzeiten und Wari
Die Warkaris pilgern jedes Jahr zu Fuß aus verschiedenen Teilen Maharashtras nach Pandharpur. Ihre wiederkehrenden Pilgerzeiten liegen in Ashadh (Juni–Juli) und Kartik (Oktober–November), den entsprechenden hinduistischen Monaten. Bei der jährlichen Ashadhi Wari ziehen Palkhi-Prozessionen mit den Tragsänften von Heiligen zum heiligen Chandrabhaga-Fluss. Tausende Warkaris gehen singend dorthin und rufen den Namen Lord Vitthals. Wenn Sie wegen einer bestimmten Ekadashi oder der Wari reisen, prüfen Sie die Termine für das jeweilige Jahr vor der Buchung. Im näheren Umfeld liegt Wakhari, fünf Kilometer von Pandharpur entfernt. Zum Waari-Fest kommen dort die Palakhi-Tragsänften verschiedener Heiliger aus unterschiedlichen Orten zusammen.
Tempelarchitektur und Überlieferung
Im Vithoba-Tempel heißt der östliche Haupteingang Mahadwar; er ist auch als Namdev Payari bekannt. Der Überlieferung nach soll eine Stufe dieses Namens über der Stelle liegen, an der auf Wunsch des Heiligen Namdev dessen sterbliche Überreste bestattet worden sein sollen. Das Gabhara-Heiligtum ist ein etwa sechs Fuß pro Seite messender Raum. Darin steht das Götterbild von Shri Vithoba auf einer drei Fuß hohen Plattform unter einem silbernen Baldachin.
Der Vithal Sabha Mandap im Vithoba-Tempel ist ein etwa 120 mal 60 Fuß großer Innenhof mit Holzpfeilern. Der Solkhamb-Saal hat eine Überkonstruktion, die auf 16 Säulen ruht. Eine dieser Säulen heißt Garood Khamb; ihr Sockel ist mit Gold verkleidet, der Teil darüber mit Silber. Im Maßstab unterscheiden sich das annähernd quadratische Gabhara und der deutlich größere Mandap, während beim Garood Khamb die Gestaltung einer einzelnen Säule hervortritt.
Weitere religiöse Bezugspunkte
Der Sant Kaikadi Maharaj Math liegt auf der Nordseite Pandharpurs. Seine Darstellungen zeigen epische Götter und Heilige. Für eine vollständige Besichtigung sollten Sie mindestens zwei Stunden einplanen. Der Pundalik-Tempel ist Sant Pundalik gewidmet, einer Persönlichkeit der Bhakti-Bewegung. Beim Math prägen die Darstellungen den kulturellen Bezug; beim Pundalik-Tempel liegt er in der Widmung an eine Gestalt der Bhakti-Bewegung.
Anreise
Der Bahnhof Pandharpur liegt an der Bahnstrecke Miraj–Kurduwadi–Latur. Bei einer Bahnanreise ist diese Streckenbezeichnung ein konkreter Orientierungspunkt. Prüfen Sie die Verbindung und den Fahrplan für Ihren Reisetag.
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