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Malegaon: Weberei- und Festungsgeschichte

Unterkünfte in Malegaon

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Malegaon verbindet in seiner Stadtgeschichte zwei klar unterscheidbare Themen: die textile Herstellung und die Geschichte einer Flussuferfestung. Die Weberei führt in einen späteren Abschnitt, während die Festung mit früheren Ereignissen verbunden ist. Für Ihre Einordnung als Reiseziel lohnt es sich, diese Stränge auseinanderzuhalten: Sie betreffen unterschiedliche Zeiten und verschiedene Seiten der Stadtgeschichte.

Weberei und farbige Saris

Zwischen 1937 und 1944/45 entstanden in Malegaon etwa 1.500 Kraftwebstühle. Auf ihnen wurden in dieser Zeit farbige Saris hergestellt. Die Zahl gibt eine ungefähre Größenordnung an; zugleich verbindet der Zeitraum die Entwicklung der Webstühle mit der Sariproduktion. Ein Kraftwebstuhl markiert dabei die technische Seite des Webens, der farbige Sari das in diesem Abschnitt hergestellte Textil. So lässt sich die Epoche nicht nur über eine Jahresangabe, sondern über das Zusammenspiel von Technik und Erzeugnis einordnen. Ein Kraftwebstuhl ist ein Webstuhl mit maschinellem Antrieb.

Die Stadtgeschichte nennt Bhagchand Dagdusa, Motilal Virchand und Shivratan Jaju als bekannte Weber der Stadt, die dort seit vielen Jahrzehnten bekannt waren. Ihre Namen ergänzen die Darstellung der Webstühle um einzelne Personen. Das eröffnet einen zweiten Blick auf die Webereigeschichte: Neben der Größenordnung der Anlagen treten auch die Menschen hervor, die mit dem Weben in Malegaon verbunden waren.

Gujari: historischer Handel

Damals hieß der tägliche Handel der Sariweber in Malegaon Gujari. Die historische Gujari füllte täglich um 15 Uhr das Gebiet Shimpati. Herstellung und Handel lassen sich damit als zwei verschiedene Teile des Textilthemas lesen: Kraftwebstühle und Saris stehen für die Produktion, die Gujari für den täglichen Handel. Mit der Uhrzeit und dem Gebiet Shimpati erhält die Gujari einen konkreten zeitlichen und örtlichen Bezug.

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Die Flussuferfestung in der Stadtgeschichte

Naroshankar ließ Malegaons Flussuferfestung 1740 erbauen. Nachdem die Briten den zweiten Bajirao besiegt hatten, nahmen sie die Festung 1818 ein und richteten dort einen Militärstützpunkt ein. Die Abfolge reicht damit vom Bau des Forts bis zu einer späteren Einnahme und militärischen Nutzung. Der Sieg über den zweiten Bajirao gehört zur zeitlichen Einordnung dieses späteren Ereignisses: 1818 bezeichnet einen anderen Abschnitt der Festungsgeschichte als das Baujahr 1740.

Die Festungschronologie setzt bereits 1740 ein und führt über die Einnahme 1818; die genannte Webstuhlphase beginnt erst 1937. Zwischen 1818 und dieser Webstuhlphase liegt mehr als ein Jahrhundert. Für Ihre Auswahl Malegaons als Reiseziel liefert dieser Abstand eine historische Orientierung: Weberei und Festung gehören zu unterschiedlichen Zeitabschnitten und bieten verschiedene thematische Zugänge zur Stadtgeschichte.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nashik.

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