Khajuraho: Tempelkunst und Landschaft
Unterkünfte in Khajuraho
Zu den prägenden Themen Khajurahos gehören die Tempelgruppen, deren Skulpturen und Architektur eng zusammenwirken. Für die Suche nach einem Hotel in Khajuraho hilft es, Ihre Interessen zu ordnen: Die Tempel bieten konkrete Motive und Bauformen; ein Museum und Naturziele setzen andere kulturelle und landschaftliche Akzente. So können Sie einschätzen, ob Tempelkunst den Schwerpunkt Ihrer Reise bilden soll oder ob Sie auch Museum und Umgebung berücksichtigen möchten.
Kunst und Architektur der Tempel
Die Oberflächen der Tempel des Khajuraho Group of Monuments sind reich mit anthropomorphen und nicht-figurativen Motiven verziert. Sakrale und weltliche Themen stehen nebeneinander. Das Bildprogramm umfasst Verehrung, Clan- und niedere Gottheiten, Paare in Vereinigung, häusliche Szenen sowie Lehrende und Lernende; auch Tänzer und Musiker sind dargestellt. Diese Bandbreite reicht von religiösen Motiven bis zu Szenen aus Beziehungen, Alltag und künstlerischen Tätigkeiten. Skulptur und Architektur sind harmonisch verbunden, sodass die plastische Gestaltung gemeinsam mit den Bauformen zu den prägenden Merkmalen der Tempel gehört.
Die drei Tempelgruppen umfassen Beispiele der Nagara-Architektur und -Skulptur mit kunstvollen Schnitzereien und hohen Silhouetten. Am Lakshmana Temple zeigen die Wände Götter, Göttinnen und weitere kunstvoll gearbeitete Figuren; die Skulpturen thematisieren auch Fruchtbarkeit und Liebe. Der Javari Temple steht auf einem hohen Sockel und besitzt einen erhöhten Shikhara sowie einen fein gearbeiteten Makara-Torana-Bogen. Beim Brahma Temple kommen weitere Besonderheiten zusammen: Er ist Shiva geweiht, sein Heiligtum enthält einen viergesichtigen Lingam, der Tempel besteht aus Granit und sein Shikhara ist aus Sandstein gebaut. So stehen beim Lakshmana Temple die Bildmotive, beim Javari Temple die Bauform und beim Brahma Temple Widmung, Heiligtum und Materialien im Mittelpunkt.
Museum und kulturelle Themen
Das Adivart Tribal & Folk Art Museum in Khajuraho setzt einen anderen kulturellen Schwerpunkt als die Tempel. Es umfasst ein nachgebildetes Stammesdorf mit Häusern, die sieben großen Stammesgemeinschaften Madhya Pradeshs zugeordnet sind, sowie ein Museum zu deren Leben, Kunst und Kultur. Damit stehen neben Architektur und Tempelskulptur auch die Lebenswelten, Kunst und Kultur dieser Gemeinschaften als eigenständiges Thema zur Auswahl.
Landschaft im Umfeld
Auch im näheren Umfeld Khajurahos liegen unterschiedliche Landschaftsziele. Etwa 20 Kilometer von Khajuraho entfernt bildet der Ken River eine fünf Kilometer lange und 30 Meter tiefe Schlucht aus kristallinem Granit in Rosa-, Rot- und Grautönen; mehrere Wasserfälle liegen in der Schlucht. Bei Raneh Falls führen größere und kleinere Wasserfälle ganzjährig Wasser, während weitere saisonale Wasserfälle während des Monsuns auftreten. Die genaue Ausprägung saisonaler Wasserverhältnisse kann variieren. Flussabwärts der Raneh Falls liegt das Ken Gharial Sanctuary am Zusammenfluss von Ken und Khudar. Hier unterscheiden sich die Merkmale konkret: Geologie und Farben prägen die Schlucht, die Wasserführung unterscheidet Raneh Falls von den weiteren saisonalen Fällen, und das Sanctuary ist durch seine Lage am Zusammenfluss gekennzeichnet.
Pandav Falls liegt im Panna-Nationalpark, 34 Kilometer von Khajuraho entfernt. Der ganzjährig wasserführende Wasserfall wird von einem Nebenfluss des Ken gespeist und stürzt in ein herzförmiges Becken. Im Vergleich zu den Merkmalen der Ken-Schlucht und von Raneh Falls bestimmen hier Parklage, Zufluss und Beckenform das Landschaftsbild.
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