Giridih: Wasserfälle, Felsformen und Jain-Kultur
Unterkünfte in Giridih
Der Usri-Fluss zieht durch eine steile Schlucht; am Khandoli-Hügel fallen eine ungewöhnliche Sattelform und ein kegelartiger Gipfel auf. Jain-Pilgerorte, Tempel und regionale Kulturtraditionen ergänzen dieses Naturbild.
Wasser, Wald und Fels
Der Usri ist ein Nebenfluss des Barakar und fließt durch eine steile Schlucht. Bei den Usri-Wasserfällen stürzt das Wasser etwa zwölf Meter in drei getrennten Läufen hinab. Giridih ist von dichtem Wald umgeben und liegt auf dem Zentral- und dem Unterplateau.
Der Khandoli-Hügel hat die ungewöhnliche Form eines Sattels und besteht aus granitoidem Gneis. Sein Gipfel ähnelt einem Vulkankegel; der große Sattel ist aus miteinander verbundenen massiven Felsblöcken aufgebaut. So stehen eine bestimmte Gesteinsart und markante Formen im Mittelpunkt der geologischen Beschreibung.
Khandoli: Wassersport und Vogelbeobachtung
Der Khandoli-Staudamm ist als Picknickplatz ausgewiesen und gilt als geeignet zum Kajakfahren und Wassersurfen. Touristen besuchen Khandoli zur Vogelbeobachtung. Wenn Sie Kajakfahren oder Wassersurfen einplanen, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Möglichkeiten.
Jain-Pilgerorte und Tempel
Auf dem Parasnath-Hügel sollen der Überlieferung zufolge zwanzig Jain-Tirthankaras Erlösung erlangt haben; für jeden von ihnen befindet sich dort ein Schrein. Madhuvan ist ein Gebiet mit vielen Tempeln und ein bedeutender Jain-Pilgerort. Das Museum von Madhuvan widmet sich der Jain-Kultur und der Geschichte des Ortes.
Die Langta Baba Samadhi Sthal befindet sich in Kharagdiha, etwa 30 Kilometer nordwestlich der Stadt Giridih an der Straße in Richtung Jamua. Die Ortsangabe und die ungefähre Entfernung geben eine Orientierung für die Reiseplanung.
Zu Harihar Dham gehört ein 65 Fuß hoher Tempel in Form eines Shivling. Auf dem Tempelgelände befindet sich außerdem ein Radha-Krishna-Tempel. Der Surya-Tempel in Giridih ist dem Sonnengott Surya geweiht und liegt mitten in einem See. Seine Statue sitzt auf einem Streitwagen, der von sieben Pferden gezogen wird. Die Tempel unterscheiden sich damit auch durch ihre Bildmotive: die Shivling-Form in Harihar Dham und den Sonnenwagen im Surya-Tempel.
Feste, Aufführungen und Bildkunst
Die indigenen Bevölkerungsgruppen Giridihs feiern das Sohrai-Fest zu Ehren des Viehs. Kohbar-Malerei ist eine traditionelle Malerei der Region Giridih. Jhumar ist eine Gruppenaufführung in Giridih, die mit Volksliedern dargeboten wird. Diese Traditionen geben Einblicke in unterschiedliche Formen regionaler Kultur: Fest, Malerei und gemeinschaftliche Aufführung.
Paitkar-Malerei wird von Angehörigen indigener Gemeinschaften praktiziert. Dabei werden Motive in Stein geschnitzt, die die Reise des Menschen nach dem Tod darstellen. Das Motiv verbindet die handwerkliche Form mit einer Vorstellung vom Leben nach dem Tod.
Anreise und Reiseplanung
Der Bahnhof Giridih ist über eine eingleisige Breitspurstrecke mit dem 48 Kilometer östlich gelegenen Madhupur Junction verbunden. Im Zentrum der Stadt liegt ein Busbahnhof. Prüfen Sie vor Ihrer Anreise die aktuellen Bahnfahrpläne und Busverbindungen.
Für Harihar Dham ist Hazaribagh Road der nächstgelegene Bahnhof; er ist etwa 13 Kilometer entfernt. Dieser Bahnhof ist eine eigene Orientierung für Besuche von Harihar Dham und nicht mit der Bahnverbindung des Bahnhofs Giridih gleichzusetzen.
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