Zum Inhalt

Argel – Archäologie, Kirchen und Khachkar-Kunst

Unterkünfte in Argel

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Argel verbindet archäologische und kulturhistorische Themen aus sehr unterschiedlichen Epochen. Zu den historischen Anknüpfungspunkten gehören altsteinzeitliche Fundorte, Siedlungen mit weit auseinanderliegenden Datierungen, eine Festungsanlage, Kirchen und die Arbeiten des Khachkar-Meisters Arsen Panosyan. Wenn Sie ein Reiseziel anhand seiner Geschichte auswählen, können Sie in Argel sowohl frühe Felsfundorte als auch sakrale Bauwerke und Panosyans Kunsthandwerk in den Blick nehmen.

Festung und Siedlungsgeschichte

Die Lusakert-Argel-Festung wird vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis ins Mittelalter datiert. Sie liegt auf einer Landzunge gegenüber dem Gyumush-Wasserkraftkomplex. Südlich der Zitadelle befindet sich eine Siedlung, deren zeitliche Einordnung ebenfalls vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis ins Mittelalter reicht. Old Argel reicht zeitlich vom 9. bis ins 19. Jahrhundert; außerdem gibt es in Argel eine altsteinzeitliche Freilichtfundstelle.

Felsunterstände und archäologische Funde

Ein hellenistischer Friedhof liegt in der Hrazdan-Schlucht nahe der Lusakert-Höhle. Der Felsunterstand Lusakert-1 ist eine altsteinzeitliche Stätte im Süden Argel am rechten Ufer der Hrazdan-Schlucht. In seinen Ablagerungen finden sich Asche, Obsidianartefakte und vom Menschen bearbeitete Knochen. Die Sedimentfolge des Felsunterstands entstand im Zeitraum von 65.000 bis 34.000 Jahren vor heute (65–34 ka).

Ein weiterer Höhlenkomplex umfasst drei Felsunterstände am rechten Ufer des Hrazdan. Er wird sowohl der Altsteinzeit als auch dem Mittelalter zugeordnet. Damit bieten die Höhlenstätten unterschiedliche zeitliche Anknüpfungspunkte: Bei Lusakert-1 ist ein konkreter Zeitraum für die Sedimentfolge angegeben, während der andere Komplex zwei Epochen umfasst.

Kirchen und Khachkar-Kunst

Die St.-Gevorg-Kirche in Argel stammt aus dem Jahr 1890. Über den Eingängen ihrer südlichen und nördlichen Seitenkapellen befinden sich Khachkars aus dem 12.–13. Jahrhundert. Bauwerk und Steinarbeiten bringen damit unterschiedliche historische Zeitstellungen an einem Ort zusammen. Am südlichen Rand Argel liegt außerdem die Tukh-Manuk-Kapelle, die ins 17.–18. Jahrhundert datiert wird.

Anzeige

Argel hat zudem einen Komplex markanter runder Khachkars, geschaffen von Arsen Panosyan und seinen Söhnen. Er ist dem 1700. Jahrestag des Christentums in Armenien gewidmet. Das Khachkar-Thema begegnet damit sowohl an der St.-Gevorg-Kirche als auch in einem eigenen Ensemble runder Steine.

Das Panosyan Art Center

Das Panosyan Art Center befindet sich im früheren Wohnhaus von Arsen Panosyan, einem Holzschnitzer und Khachkar-Meister. Besucher können dort mehr als 300 Holzarbeiten und 150 Khachkars sehen.

Arsen Panosyan schuf im Lauf seines Lebens mehr als 60 Werke. Für eine große Vase mit mehrschichtiger Gravur arbeitete er 23 Jahre. Diese Vase erhielt eine nach Movses Khorentsi benannte Medaille. Ausstellungen von Panosyans Arbeiten reichten von Indien bis Großbritannien; außerdem erhielt er drei bedeutende Preise für seine Teilnahme an internationalen Festivals.

Weitere Reiseziele entdecken: Artavaz, Kamaris, Aramus, Karashamb, Garni, Arzni, Hankavan, Ptghni

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kotajk.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.