Gegharkunik: Sewansee, Klöster und Hochlandnatur
Unterkünfte in Gegharkunik
Der Sewansee prägt Gegharkunik nicht nur als markantes Gewässer: Mit 940 Quadratkilometern nimmt er fast ein Viertel der Fläche der Provinz ein. Das Panorama reicht vom See zu den Gebirgszügen Gegham, Vardenis, Sevan und Miapor, deren Höhen zwischen 2.500 und 3.500 Metern liegen. Der Mount Azhdahak setzt mit 3.597 Metern einen eigenen Akzent: Er ist der höchste Punkt von Gegharkunik und ein ruhender Vulkan.
Hochland, See und Tierwelt
Im Becken des Sewansees liegt der Sewan-Nationalpark, der Hochlandökosysteme schützt. Im Gebiet des Parks und seiner Pufferzone gibt es 267 Vogelarten. Die Artanish-Halbinsel bietet vielen dieser Arten Lebensraum und beherbergt außerdem etwa 34 Säugetierarten. So stehen neben den weitläufigen Landschaften auch die Lebensräume rund um den See im Mittelpunkt der regionalen Natur.
Mehrere Wanderwege führen auf den Gipfel des Mount Azhdahak. Wegen seiner abgelegenen Lage wird empfohlen, den Gipfel mit geführten Jeep- oder Wandertouren lokaler Guides oder Abenteuerreiseveranstalter zu erreichen. Wer diese Hochlandtour plant, sollte sich vorab über die aktuellen Angebote und Streckenbedingungen informieren.
Klöster und Chatschkare
Auf der Sewan-Halbinsel steht das Kloster Sevanavank, auch Black Monastery genannt. Es wurde im 9. Jahrhundert an der Stelle eines Klosters aus dem 4. Jahrhundert errichtet, das durch arabische Invasionen zerstört worden war. Hayravank eröffnet eine andere Perspektive auf die Klosterlandschaft: Das Kloster stammt aus dem 9. bis 12. Jahrhundert und liegt auf einem Felsvorsprung oberhalb des Sewansees.
Auch Noratus ist ein bedeutender Ort für armenische Steinmetzkunst. Auf dem Friedhof von Noratus befinden sich mehr als 900 kunstvoll geschnitzte Chatschkare, also Kreuzsteine. Ein Wanderweg führt von dort zur Noratus-Halbinsel, zwischen den weißen Klippen von Noratus und einem großen Kiefernwald. Klosterarchitektur und geschnitzte Steine setzen unterschiedliche Schwerpunkte für Reisende, die sich für die Geschichte und Kultur der Region interessieren.
Hayravank lässt sich mit dem Zug bis zur Stadt Sevan und anschließend mit dem Taxi erreichen. Prüfen Sie für Ihre Planung die aktuellen Fahrpläne und Verbindungen.
Wasser und Wege aktiv erleben
Auf dem Sewansee und dem Fluss Getik werden Kajaktouren angeboten; mehrere Reiseveranstalter führen solche Touren rund um die Sewan-Halbinsel durch. Am Strand von Shorzha können Besucher Windsurfen und Wasserski ausprobieren. An den Ufern nahe der Stadt Sevan und auf der Sewan-Halbinsel gibt es außerdem Sandstrände, Strandcafés und zahlreiche Wassersportangebote. Wenn Sie eine bestimmte Aktivität planen, erkundigen Sie sich vorab nach dem aktuellen Angebot.
Auch auf dem Land gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Region zu erkunden. Fahrradrouten führen vom Dorf Drakhtik am Sewansee durch das Areguni-Gebirge nach Kalavan; eine weitere Radtour führt von Tsovagyugh nach Kalavan. Die Startorte unterscheiden die beiden Strecken, und bei der Route ab Drakhtik ist der Verlauf durch das Areguni-Gebirge ausdrücklich Teil der Beschreibung. Reittouren werden im Raum Martuni und im Dorf Drakhtik organisiert; fragen Sie nach den aktuellen Möglichkeiten. Weg- und Routenbedingungen können sich ändern, daher ist eine Prüfung vor dem Aufbruch sinnvoll.
Wenn die Bedingungen es zulassen, eignet sich der Sewansee zum Wild-Eislaufen. Diese Möglichkeit hängt ausdrücklich vom Wetter ab und ist daher anders zu planen als eine Tour, deren Route beschrieben ist.
Regionale Küche und passende Reiseplanung
Zur regionalen Küche gehören unterschiedliche Spezialitäten: Ishkhan-Forelle aus dem Sewansee wird empfohlen, gegrillt probiert zu werden. Gavar-Kyufta ist eine gekochte Zubereitung aus Hackfleisch, Zwiebeln, Ei und etwas Mehl, gewürzt mit Salz. Zusammen geben die beiden Gerichte einen Eindruck von verschiedenen kulinarischen Akzenten Gegharkuniks.
Prüfen Sie anschließend, welche Lage eines konkreten Hotels zu den für Sie ausgewählten Zielen passt.
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