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Hotel Ritz Paris: Geschichte, Chanel und Hemingway

Das Ritz Paris an der Place Vendôme zählt zu den traditionsreichen Grandhotels der französischen Hauptstadt. César Ritz eröffnete das Haus am 1. Juni 1898. Sein Anspruch, Komfort und aufmerksamen Service auf höchstem Niveau zu verbinden, prägte den Ruf des Hauses von Beginn an. Die Geschichte des Ritz ist zugleich eine Geschichte von Paris als Treffpunkt für Reisende, Künstler und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Von der Eröffnung 1898 bis zur Gegenwart

Mit seiner Lage an der Place Vendôme steht das Hotel mitten in einem der bekanntesten historischen Stadtbilder von Paris. Zur frühen Ausrichtung gehörten technische und persönliche Annehmlichkeiten, die damals keineswegs selbstverständlich waren. Das Ritz wurde so zu einem Vorbild für die internationale Luxushotellerie. Nach einer umfassenden Restaurierung öffnete das Haus 2016 wieder seine Türen. Wer sich für die Entwicklung des Hotels interessiert, findet die historische Einordnung auch in der Geschichte des Ritz Paris.

Coco Chanel und Ernest Hemingway

Besonders eng ist das Ritz mit Coco Chanel verbunden: Die Modeschöpferin lebte mehr als zwei Jahrzehnte im Hotel. Ihre Verbindung prägt die Erinnerung an das Haus bis heute; eine nach ihr benannte Suite trägt ihren Namen. Auch Ernest Hemingway gehört zu den Persönlichkeiten, deren Geschichte mit dem Ritz verknüpft ist. Die Hemingway Bar erinnert an den Schriftsteller und an die internationale Literaten- und Künstlerszene, die das Hotel über Jahrzehnte besuchte. Solche Verbindungen erklären, warum das Ritz nicht nur als Unterkunft, sondern auch als Teil der Pariser Kulturgeschichte wahrgenommen wird.

Das Ritz und die Filmgeschichte

Der Film How to Steal a Million (1966; deutscher Titel: Wie klaut man eine Million?) mit Audrey Hepburn und Peter O’Toole wird häufig mit dem Ritz in Verbindung gebracht. Dabei ist die Unterscheidung zwischen Handlung und Drehort wichtig: Das Produktionsheft nennt ein Ritz-Schlafzimmer als Studiokulisse. Daraus folgt nicht, dass die betreffende Innenraumszene im echten Hotel aufgenommen wurde. Der Film verbindet das Ritz also mit seiner Filmgeschichte, ist aber kein Beleg dafür, dass sämtliche gezeigten Hotelräume reale Ritz-Räume sind. Das Produktionsheft zum Film dokumentiert diese Kulissenangabe.

Gerade die Mischung aus belegbarer Geschichte und sorgfältig erzählten Filmbezügen macht den Reiz des Hauses aus: Die Place Vendôme, die lange Hoteltradition und die Geschichten von Chanel und Hemingway sind reale Teile der Ritz-Erzählung; Filmkulissen müssen davon getrennt betrachtet werden.