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Hotels im Film: echte Drehorte und berühmte Kulissen

Ein Hotel kann im Film ganz unterschiedliche Rollen übernehmen: Es kann tatsächlich als Drehort dienen, nur als Außenansicht erscheinen oder lediglich die fiktive Handlung inspirieren. Bei berühmten Filmhotels lohnt deshalb die Frage, welche Szenen wirklich vor Ort entstanden sind. Einige gut belegte Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Verbindung zwischen Haus und Leinwand sein kann.

The Shining spielt im Overlook Hotel in Colorado Der Filmklassiker Foto: Filmplakat.

Hotels, in denen tatsächlich gedreht wurde

The Plaza in New York und Kevin – Allein in New York

Das Plaza Hotel wurde durch Home Alone 2: Lost in New York (1992) einem weltweiten Publikum bekannt. Der Film zeigt das New Yorker Grandhotel als luxuriösen Aufenthaltsort des jungen Kevin. Das Plaza bestätigt die Verbindung in seiner eigenen Film- und Hotelgeschichte. Das Hotel ist damit mehr als ein fiktiver Name auf der Leinwand: Es war selbst Teil der Filmkulisse.

Timberline Lodge und das Overlook Hotel in The Shining

Für Stanley Kubricks The Shining (1980) lieferte die Timberline Lodge am Mount Hood Außen- und Luftaufnahmen des fiktiven Overlook Hotels. Die Innenräume und weitere Szenen entstanden dagegen als Studiokulissen. Das echte Haus ist also im Film erkennbar, aber nicht jeder Raum des Overlook entspricht der Lodge. Diese Unterscheidung ist besonders wichtig, weil das Stanley Hotel in Colorado oft mit dem Film verwechselt wird: Es inspirierte die Hotelvorstellung in Stephen Kings Roman, war aber nicht das Außenmotiv in Kubricks Kinofilm. Die Geschichte der Timberline Lodge beschreibt ihre Filmverbindung.

Hotel del Coronado und Manche mögen’s heiß

Das Hotel del Coronado in Kalifornien stand in Billy Wilders Komödie Some Like It Hot (deutsch: Manche mögen’s heiß, 1959) für ein Strandhotel in Florida. Gedreht wurden am Hotel die Außenaufnahmen; Innenräume wurden für den Film nachgebaut. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein realer Hotelort als erkennbare Kulisse dient, während Filmsets die Innenansicht ergänzen. Das Hotel erläutert die Dreharbeiten zu Some Like It Hot.

Wenn das Hotel Teil der Filmgeschichte ist, aber nicht der Drehort

Die Verbindung des Ritz Paris mit How to Steal a Million zeigt eine andere Variante: Ein Hotel kann in der Filmhandlung oder in der Ausstattung eine Rolle spielen, ohne dass die betreffende Szene in seinen echten Räumen gedreht wurde. Ein Produktionsheft weist das Ritz-Schlafzimmer als Studiokulisse aus. Für Filmfans lohnt es sich daher, zwischen realem Drehort, Außenaufnahme, nachgebautem Set und bloßer Inspiration zu unterscheiden.

Diese Unterschiede machen Hotelbesuche für Filmfans konkreter planbar: Bei einem Drehort lässt sich oft das Gebäude von außen wiedererkennen; ein nachgebautes Zimmer oder ein fiktives Filmhotel ist dagegen nicht automatisch vor Ort zu besichtigen. Auch wenn ein Hotel heute noch besteht, können Zugang, Besichtigungsmöglichkeiten und Nutzung einzelner Räume variieren.