Roter Teppich Cannes: Palais des Festivals de Cannes
Der Rote Teppich: Palais des Festivals lors de la 60e édition du Festival de Cannes 2007

Filmfestival Cannes 2009

(Destinationsticker)

Ab Mittwoch, den 13. Mai 2009 bis 24. Mai steht die südfranzösische Stadt Cannes wieder ganz im Zeichen des Films. Die nunmehr 62. Filmfestspiele in Cannes (Festival de Cannes). Seit 1939 geben sich Stars und Sternchen zum Filmfest in Cannes einmal im Jahr die Ehre des Roten Teppichs. 2009 stehen die Filmfestpiele in Cannes ganz im Zeichen der Krise – sagt man.

Wie in jedem Jahr werden um die „Goldene Palme“ (Palme D’or) – den wichtigsten Filmpreis in Cannes – von einer jährlich neu besetzten internationalen Jury eine Reihe von weiteren Preisen vergeben : Großer Preis der Jury (Grand Prix), Beste Darstellerin (Prix d'interprétation féminine), Bester Darsteller (Prix d'interprétation masculine), Beste Regie (Prix de la mise en scène), Bestes Drehbuch (Prix du scénario), Preis der Jury (Prix du Jury), Goldene Palme – Bester Kurzfilm (Palme d'or du court métrage) und die Goldene Kamera – Bester Debütfilm (Prix de la Caméra d'or). Sicher ist, das im Jahr 2009 kein eigener deutscher Beitrag einen dieser Preise gewinnen wird – unter den Filmen in Cannes 2009 ist keine deutsche Produktion. Wohl aber vermutet man für deutsches Filmgeld einige er Auszeichungen: Mit rund 2,6 Millionen Euro wurde die Produktion von Kultregisseur Quentin Tarantino, "Inglorious Basterds", von des Deutscher Filmförderfonds (DFFF) gestützt. Dafür wurde das schräge Remake von "Ein Haufen verwegener Hunde" mit Brad Pitt in der Hauptrolle auh zu großen teilen in Babelsberg bei berlin gedreht – und viele deutsche Stars und Sternchen dürfen an der Seite von Brad Pitt über den roten Teppich flanieren.

Für die mit nur rund 70.000 Einwohner kleine Stadt Cannes ist das Festival wie in jedem Jahr ein großer Wirtschaftsfaktor. Nicht wenige der Einwohner von Cannes verlasen zu Zeiten der Filmfestspiele ihre Wohnungen und vermieten diese für teilweise horrende Preise an Filmschaffende und Gäste aus aller Welt. Parallel zum Filmfestival findet in Cannes der „Marché du Film“ – die weltweit größte Filmmesse – statt. Cannes hat zu Zeiten des Festivals weit mehr Besucher als Einwohner. Normalerweise kommen allein 10.000 Besucher nur zur Filmmesse – in diesem Jahr werden von den Veranstaltern allerdings nur rund 8.000 erwartet.

In diesem Jahr spart selbst die sonst so glamouröse Filmindustrie – sagt man: Statt Kaviar nur Lachs, die Einladelisten für die überall stattfinden Filmbälle und Events wurden drastisch zusammengestrichen. Und auch die Hotels in Cannes stehen vor einer ungewöhnlichen Situation. Anstelle von sonst monatelang im voraus ausgebuchten Häusern gibt es in Cannes noch frei Zimmer – nicht nur in den teuren Luxushotels sondern auch in den Mittelklassehotels, in denen die Fans und Crews absteigen. Luxushotels wie das Majestic Barrière in Cannes nahmen bis kurz vor dem Filmfest noch Reservierungen an, sprich hatten noch Zimmer frei, einige der anderen großen Hotels in Cannes rückten von ihrer Mindestmietdauer ab. Vielleicht ein Zeichen dafür, das man sich auch bei der Filmindustrie auch auf einem Festival wie Cannes 2009 etwas bescheidner gibt, wenn daheim tausenden die Entlassung droht. Die rund 60 exklusiven Yachtliegeplätze für Yachten ab 30 Meter sind allerdings alle ausgebucht – so schlecht kann es der Filmindustrie also auch zu Zeiten der Krise nicht gehen…

Foto: under free Licence: Bledard92 / Wikipedia

Datum: 12.05.2009


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